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© Squaredpixels / iStockphoto

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Beiträge insgesamt: 2
Beiträge 1 bis 2
Themenbereiche: Familienversicherung

Autor des Beitrags:

Johann Reiter

erstellt am:

02.01.2018

Thema:

Familienversicherung

Sehr geehrte Damen und Herren,

folgender praktischer Fall:

Herr X verheiratet, von seiner Ehefrau getrennt lebend, 2 Kinder unter 18 Jahren, die bei der Mutter wohnen und von der versorgt werden, hat seinen Handwerksbetrieb mit Wirkung vom 1.1.17 an veräußert. Seine Ehefrau (Mitglied der AOK) war bei ihm jahrelang sozialversicherungspflichtig teilzeitbeschäftigt und ist ab 1.1.17 beim Käufer des Unternehmens teilzeitbeschäftigt. Herr X (seit 1.1.17 nicht mehr erwerbstätig und Privatier) und seine beiden Kinder sind wegen der Einkommensverhältnisse vor dem 1.1.17 privat krankenversichert. Die Prämie für Herrn X und seine beiden Kinder beträgt insgesamt rund 800 € monatlich. Herr X bestreitet seinen Lebensunterhalt seit 1.1.17 vom Verkaufserlös seines Handwerksbetriebes (Kapitalverzehr) und geringen Kapitaleinkünften (Zinsen von monatlich rund 300 €). Herr X (Jahrgang 1970) möchte aus finsnziellen Gründen die private Krankenversicherung zum nächstmöglichen Zeitpunkt kündigen.

Frage: Haben Herr X und seine beiden Kinder grundsätzlich Anspruch auf Familienversicherung aus der gesetzlichen KV der Ehefrau/Mutter?

Im Voraus vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichen Grüßen Johann Reiter.

Autor des Beitrags:

Ihr Expertenteam

erstellt am:

03.01.2018

Thema:

Re: Familienversicherung

Hallo Herr Reiter,

 

eine Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung ist für Kinder und Ehegatten möglich, wenn sie kein Gesamteinkommen über 435,00 € monatlich haben.

Bei einer geringfügig entlohnten Beschäftigung liegt die monatliche Einkommensgrenze bei 450,00 €. (Jährlich: 5400,00 €).

 

Aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben gehen wir davon aus, dass eine Familienversicherung für Herrn x wegen der Höhe seiner monatlichen Einkünfte nicht möglich ist.

 

Ob für die Kinder ein Anspruch auf Familienversicherung besteht, ist bei der Prüfung des Ausschlusstatbestandes nach § 10 Abs. 3 Sozialgesetzbuch (SGB) V das „Gesamteinkommen“ festzustellen. Danach ist die Familienversicherung für Kinder ausgeschlossen, wenn der mit den Kindern verwandte Ehegatte des Mitglieds nicht Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse ist und sein Gesamteinkommen regelmäßig im Monat 1/12 der „maßgebenden Jahresarbeitsentgeltgrenze“ übersteigt und regelmäßig höher als das Gesamteinkommen des Mitglieds ist.

 

Sofern die oben genannten Regelungen nicht anwendbar sind, besteht für die Kinder grds. ein Anspruch auf Familienversicherung.

Zur rechtsverbindlichen Abklärung des Familienversicherungsschutzes empfehlen wir der betroffenen Mutter, die für sie zuständige AOK zu kontaktieren.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr Expertenteam

 

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