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Die neuen Azubis kommen

© monkeybusinessimages / Thinkstock
Azubis mit Ausbilder

Sind Sie fit für Ihre neuen Azubis? Haben Sie alle Formalitäten bedacht? Machen Sie hier den Check.

Der August ist für viele Betriebe ein be­son­de­rer Monat. Die neuen Azubis kommen. Für beide Seiten ist das aufregend: Weder Ar­beit­geber noch die Nachwuchskräfte wis­sen genau, was sie erwartet. In den ersten Wo­chen müssen sich beide aneinander ge­wöh­nen, in den Berufsalltag hineinfinden, sich ein­arbeiten. Folgende Punkte sollten vor dem ersten Arbeitstag vorbereitet sein.

Das Wichtigste zuerst: der Ausbildungsvertrag

Mit einem ausformulierten Vertrag sichern sich beide Parteien ab. Zwar ist auch mit einem Vertrag während der Probezeit jederzeit eine Kündigung möglich. Aber ein schriftlicher Ver­trag regelt die gegenseitigen Rechte und Pflichten während der Ausbildung und ist nach dem Be­rufs­bil­dungs­ge­setz vorgeschrieben. Arbeitgeber sollten auf keinen Fall bis zum ersten Arbeitstag warten, sondern schon vorher einen Termin ausmachen, um den Vertrag zu un­ter­zeichnen – dann sind sie arbeitsrechtlich auf der sicheren Seite. For­mu­la­re gibt es bei den zuständigen Innungen, Kreishandwerkerschaften, bei den Hand­werks­kam­mern und bei den IHKs. Sind die Azubis noch nicht volljährig, muss ein Er­zie­hungs­be­rech­tig­ter den Vertrag zusätzlich unterschreiben.

Lohnsteuer

Bis 2013 gab es noch eine Lohnsteuerkarte aus Papier, inzwischen ist sie durch das so­ge­nann­te ELStAM-Verfahren ersetzt worden (Elektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale). Dafür brauchen Arbeitgeber die Steueridentifikationsnummer, das Geburtsdatum und gege­be­nen­falls die Religionszugehörigkeit des Azubis. Alle weiteren Daten können dann automatisch online über die Datenbank des Finanzamts abgerufen werden.

 

Krankenversicherung

Azubis können bis zu zwei Wochen nach Ausbildungsbeginn frei wählen, bei welcher Kranken­kasse sie sich versichern möchten, zum Beispiel bei der AOK. Übt der Azubi sein Wahl­recht nicht aus, meldet der Ausbildungsbetrieb ihn bei der zuletzt für ihn zuständig gewesenen Kran­ken­kas­se an. In der Regel bestand über ein Elternteil eine Familienversicherung. War der Azubi noch nie bei einer Krankenkasse versichert, sucht der Arbeitgeber eine wähl­bare Kran­ken­kas­se aus. Als Nachweis erhält er eine Mitgliedsbescheinigung nach § 175 SGB V. Der Aus­bil­dungs­betrieb meldet den Azubi zur gewählten beziehungsweise zu­stän­di­gen Kran­ken­kas­se an und zahlt dort die Sozialversicherungsbeiträge.

Sozialversicherungsnummer

Sofern dem Ausbildungsbetrieb für den Auszubildenden keine So­zi­al­ver­si­che­rungs­num­mer (SV-Nr.) vorliegt, sind bei der Anmeldung zwingend der Geburtsname, der Ge­burts­ort, das Geburtsdatum sowie das Geschlecht anzugeben. Auf diese Weise wird über das maschinelle Meldeverfahren eine SV-Nr. für den Auszubildenden beim Ren­ten­ver­si­che­rungs­trä­ger erfragt. Diese ist wichtig, weil hierüber das Ren­ten­kon­to für den Aus­zu­bil­den­den geführt wird. Für eine spätere Rente werden alle Versicherungszeiten (z. B. Aus­bil­dungs-​ und Be­schäf­ti­gungs­zei­ten) in diesem Konto bei der Rentenversicherung gespeichert.  Die SV-Nr. ist immer zwölf­stel­lig aufgebaut und beinhaltet unter anderem das Ge­burts­da­tum. Für ausländische Azubis gibt es Sonderregeln: Bei ihnen müssen Arbeitgeber Auf­ent­halts-​ und Arbeitserlaubnis vor­le­gen. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Arbeitgeber hier.

Anmeldung zur Berufsschule und bei der Kammer

Arbeitgeber müssen ihre neuen Schützlinge spätestens vier Wochen vor Aus­bil­dungs­beginn mit dem Ausbildungsvertrag bei der Berufsschule und der zuständigen Kammer anmelden, Letztere nimmt später auch die praktische Prüfung ab. Welche Schule zu­stän­dig ist, erfahren sie bei der Innung, der Kammer oder der IHK.

 

Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft

Neue Azubis müssen bei der Berufsgenossenschaft angemeldet werden. Nur so sind sie bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten richtig versichert.

 

Ärztliche Erstuntersuchung

Wer noch minderjährig ist, braucht eine ärztliche Erstuntersuchung. Ein entsprechender Beleg sollte dem Arbeitgeber am ersten Arbeitstag vorliegen. Der Arzt untersucht, ob der Jugendliche für seinen Beruf geeignet ist, und vermerkt mögliche Zweifel. Spätestens ein Jahr nach Beginn der Ausbildung muss eine zweite ärztliche Untersuchung erfolgen.

 

Branchenspezifisches

Je nach Branche ergeben sich Besonderheiten: So müssen Auszubildende im Baugewerbe zusätzlich bei der Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft angemeldet wer­den, für angehende Dachdecker gibt es ebenfalls eine Lohnausgleichskasse.

Tipp

Stellen Sie Ihren Azubis eine Arbeitsmappe mit den wichtigsten Hinweisen, An­sprech­part­nern und Orientierungshilfen zusammen. Wenn sich die Geschäftsleitung außer­dem die Zeit nimmt, ihre Azubis persönlich zu begrüßen, durch das Unternehmen zu füh­ren und den Kollegen vorzustellen, fühlen sich die Nachwuchskräfte schnell wohl an ihrem neuen Arbeits­platz.

Nützliche Tipps für den Ausbildungsverlauf, Praxishilfen und Informationen zum The­ma Betriebliche Gesund­heits­förderung für Azubis erhalten Arbeitgeber in der AOK-​Fach­bro­schüre „Erfolgreich ausbilden“. Die Broschüre können Sie hier kostenlos bestellen.

Stand: 1.1.2019

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