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Gesunde Führung

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Interessierte Selbstgefährdung

Interessierte Selbstgefährdung - Warum Mitarbeiter ihre Gesundheit aufs Spiel setzen

Wenn Mitarbeitern Verantwortung übertragen wird, ist nicht jeder der Aufgabe gewachsen, das Pensum richtig einzuschätzen und die eigene Gesundheit im Auge zu behalten.

Die Aufgabenbereiche von Führungskräften haben sich in den letzten Jahren gewandelt. Der moderne Chef steuert, statt zu kommandieren. Dadurch fördert er die Selbstorganisation der Mitarbeiter, der Angestellte wird zum selbstständigen Unternehmer.

Was sich erst einmal positiv anhört, kann in der Wirklichkeit Arbeitnehmer gesundheitlich belasten. Denn wenn sich Arbeitsverhältnisse nicht an den Leistungen der Mitarbeiter, sondern lediglich an den Zielvereinbarungen orientieren, steht der Arbeitnehmer unter enormem Druck. Einige reagieren dann mit der sogenannten interessierten Selbstgefährdung.

Wenn nur der Erfolg zählt

Enge Zeitvorgaben, hochgesteckte Ziele, zu hohe Anforderungen – wenn der Mitarbeiter trotz Angestelltenverhältnis für seinen beruflichen Erfolg selbst verantwortlich ist, kann das große Auswirkungen auf seine Life-Balance haben. So nehmen Arbeitnehmer freiwillig Überstunden, nicht eingehaltene Pausenzeiten und dauerhafte Erreichbarkeit in Kauf, um den Chef zufriedenzustellen und ihr Pensum zu schaffen. Das eigene Wohl wird bewusst zugunsten der Firma zurückgestellt. Wenn dabei die Zeit für Privatleben und die eigene Gesundheit auf der Strecke bleibt, nennt man das „interessierte Selbstgefährdung“. Eine Zunahme an psychischen Belastungen ist die Folge.  

Diesem Negativtrend sollten Unternehmen frühzeitig vorbeugen und Warnsignale für die freiwillige Selbstausbeutung ernst nehmen. Denn es kann zum Kippeffekt kommen und höchstes Engagement wird abgelöst von Selbstzweifel, Erschöpfung bis zu gesundheitlicher Beeinträchtigung und Ausfall. Unternehmen verlieren womöglich ihre besten Mitarbeiter, weil diese dem Druck nicht mehr standhalten und den Job wechseln. Folgende Warnsignale zeigen Ihnen, dass Ihr Mitarbeiter betroffen ist und Unterstützung von Ihnen benötigt.

  • Ständig unter Zeitdruck arbeiten
  • Pausen ausfallen, Urlaub verstreichen lassen
  • Ständig über die reguläre Arbeitszeit arbeiten, Wochenendarbeit
  • Arbeit mit nach Hause nehmen
  • Schlafprobleme, zu wenig Schlaf
  • Konzentrationsprobleme, Erschöpfung
  • Krank zur Arbeit kommen, krank Termine wahrnehmen (Präsentismus)
  • Keine Zeit für Ausgleich durch Sport, Familie, Freunde
  • Angst vor Versetzung, Arbeitslosigkeit

Dem Problem entgegenwirken

Führungskräfte und Beschäftigte können diesem Phänomen gemeinsam entgegentreten. Eine offene Kommunikation über den Umgang mit Drucksituationen und Zielvorgaben, die eingehalten werden können, ohne gesundheitlich über die Grenzen zu gehen, ist hierbei der erste Schritt.

Unterstützung von der AOK

Die AOK Baden-Württemberg unterstützt Sie in diesem Prozess. Im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements können Analysen der gesundheitlichen Situation im Betrieb Hinweise auf Belastungen und Überlastungssituationen, aber auch auf Ressourcen liefern. Eine offene Kommunikation hilft Arbeitgebern, Hürden abzubauen und Ziele zu erreichen. In Gesundheitszirkeln können alle Beteiligten gemeinsam Lösungen erarbeiten, um Prozesse zu optimieren. Die Experten der AOK Baden-Württemberg beraten Sie gerne! Nehmen Sie mit uns Kontakt auf. 

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