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So werden Sie endlich Nichtraucher!

© Fuse / Getty Images
ausgedrückte Zigarette

„Das ist meine letzte Zigarette!“

Viele Raucher nehmen sich dies beherzt vor. Allerdings fällt es oft schwer, den Vorsatz auf Dauer umzusetzen. Meist braucht es mehrere Anläufe.

Inzwischen richten sich zahlreiche Beratungsangebote und Entwöhnungshilfen an entschlossene Aufhörwillige. Das breite Angebot reicht von der Verhaltenstherapie über Nikotinersatzprodukte und Medikamente bis hin zu Hypnose und Akupunktur.

Mit neuen Verhaltensweisen alte Muster ersetzen

Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) orientieren sich viele Nichtraucherprogramme an der kognitiven Verhaltenstherapie. Sie basiert darauf, dass Menschen erlernte Verhaltensweisen auch wieder „verlernen“ oder „neu lernen“ können. Auch Rauchen ist ein erlerntes Verhalten, das zur Gewohnheit geworden ist. In einem ersten Schritt machen sich Raucher bewusst, welche Funktionen die Zigarette übernimmt. Auch äußere Reize spielen eine entscheidende Rolle. Etwa: In welchen Situationen verspüre ich den Impuls, zur Zigarette zu greifen? Anschließend müssen neuen Verhaltensweisen entwi-ckelt werden, die die alten Muster ersetzen.

Ziel ist es, andere Möglichkeiten zu finden, um

  • im Alltag Rückzugsräume zu erleben,
  • mit Menschen in Kontakt zu treten oder
  • den Tag zu strukturieren.


Nikotinersatztherapie mildert Entzugssymptome

Nikotinersatzprodukte mildern Entzugssymptome und das körperliche Verlangen nach einer Zigarette. Die BZgA empfiehlt sie vor allem bei starker körperlicher Abhängigkeit. Anders als Zigaretten enthalten die Produkte weder Teer noch Kohlenmonoxid oder krebserregende Substanzen. Sie sind apothekenpflichtig, aber keine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse.

Nikotinpflaster geben über die Klebeschicht oder eine besondere Membran kontinuierlich Nikotin ab und erzeugen so einen anhaltenden Nikotinspiegel. Die Pflaster gibt es in drei Stärken. Sie eignen sich für Menschen, die gleichmäßig über den Tag verteilt 10 bis 40 oder mehr Zigaretten rauchen.

Nikotinkaugummis sollten nur so lange langsam und vorsichtig gekaut werden, bis der Effekt des Nikotins spürbar wird. Danach sollte man sie in der Backentasche parken. Sie sind vor allem für jene geeignet, die bis zu 15 Zigaretten am Tag rauchen, bevorzugt unter bestimmten Bedingungen, zum Beispiel bei Konflikten, in rauchender Gesellschaft oder am Abend.

Nikotinlutschtabletten helfen, wenn jemand relativ viel, aber eher unregelmäßig raucht. Stark Rauchenden wird die Vier-Milligramm-Tablette empfohlen, anderen die Zwei-Milligramm-Tablette. Über einen Zeitraum von 20 bis 30 Minuten setzt die Tablette Nikotin frei, das über die Mundschleimhaut aufgenommen wird.

Mit Nikotinnasenspray gelangt Nikotin rasch und hoch dosiert über die Nasenschleimhaut in den Körper. Das Spray hilft Rauchern, die mehr als 30 Zigaretten am Tag konsumieren, stark nikotinabhängig sind oder ein unstillbares Verlangen haben.

Medikamente wirken, haben aber auch Nebenwirkungen

Zusätzlich gibt es Medikamente, die Entzugsstörungen und das Verlangen nach einer Zigarette mildern. Sie sind verschreibungspflichtig, aber nicht erstattungsfähig. Sie sollten nur in Kombination mit einem Entwöhnungsprogramm und unter ärztlicher Kontrolle eingenommen werden.

Es gibt Studien die auf die Wirksamkeit von Bupropion und Vareniclin hinweisen. Doch beide Wirkstoffe haben auch ihre Nebenwirkungen: Bupropion (Handelsname Zyban) führt vor allem zu Schlafstörungen, auch Mundtrockenheit und Übelkeit. Unter Vareniclin (Handelsname Champix) tritt am häufigsten Übelkeit auf; andere Nebenwirkungen sind Schlaflosigkeit und Kopfschmerzen. Vor allem werden vor Stimmungs- und Verhaltensauffälligkeiten bis zum Suizid gewahnt.

Alternative Verfahren: Hypnose und Akupunktur

Schließlich setzen Aufhörwillige auch auf die Hilfe alternativmedizinischer Verfahren. Die Hypnose soll auf das Unterbewusstsein wirken und Lebensveränderungen anstoßen, die einen Rauchstopp begünstigen. Zahlreiche ehemalige Raucher haben die Hypnose als unterstützend bei ihrer Entwöhnung erlebt. Ein medizinischer Nachweis existiert allerdings nicht.

Die „Leitlinie Tabakentwöhnung“ der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) bescheinigt der Akupunktur, dass sie wie eine Placebobehandlung wirkt. Die positiven Erwartungen vor der Behandlung haben demnach einen Effekt auf die Wirksamkeit, nicht die Behandlung selbst.

Eine Evidenz ist bei beiden Behandlungsmethoden nicht erwiesen und die Kosten werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Linktipp: Das AOK-Nichtrauchertraining

Mit dem Internettraining „Ich werde Nichtraucher“ hilft Ihnen Ihre AOK wieder saubere Luft einzuatmen. Über zwei Monate hinweg betreut die AOK Sie auf Ihrem Weg zum Nichtraucher. Das Programm steht allen Versicherten exklusiv zur Verfügung. Es basiert auf der Schlusspunktmethode. Dabei setzen Sie sich nach einer Vorbereitungsphase einen fixen Zeitpunkt, ab dem Sie nicht mehr rauchen. Alle Infos zum AOK-Programm: www.ich-werde-nichtraucher.de

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