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Entgeltfortzahlung am ersten Tag der Erkrankung

© orcearo / Thinkstock
Entgeltfortzahlung bei Erkrankung

Wer krankheitsbedingt im Betrieb ausfällt, hat sechs Wochen lang Anspruch auf Weiterzahlung seines Gehalts. Der erste Tag der Arbeitsun­fähigkeit wird dabei nicht immer berücksichtigt.

Die gesetzliche Anspruchs­dauer für die Entgeltfortzahlung beträgt sechs Wochen (42 Kalendertage). Für die Dauer der Frist ist zu unterscheiden, ob die Arbeitsunfähigkeit

  • während oder nach beendeter Arbeitsschicht,
  • vor der Arbeitsaufnahme oder
  • an einem arbeitsfreien Tag

eintritt.

Hat der Arbeitnehmer seine Arbeit bereits aufgenommen, bleibt der angebrochene Arbeitstag im Rahmen der Sechs-Wochen-Frist unberücksichtigt. Die Frist beginnt daher erst am nächsten Tag und der Arbeitnehmer bekommt für die verbleibende Zeit des Arbeitstags, an dem er erkrankt ist, noch das volle Arbeitsentgelt ausgezahlt. Das ist auch so, wenn die Arbeitsunfähigkeit nach beendeter Arbeitsschicht eintritt.

Meldet sich der Arbeitnehmer allerdings noch vor Dienstbeginn krank, wird der erste Tag der Arbeitsunfähigkeit bereits in die Sechs-Wochen-Frist einbezogen, sodass der Anspruch schon mit Ablauf des 42. Tags der Arbeitsunfähigkeit endet.

Wenn die Arbeitsunfähigkeit an einem arbeitsfreien Tag beginnt, ist entscheidend, ob das Arbeitsentgelt nach Arbeitstagen oder nach Kalendertagen bemessen ist. Bei arbeitstäglicher Bemessung des Arbeitsentgelts beginnt die Sechs-Wochen-Frist mit dem nächsten Tag, an dem die Verpflichtung zur Arbeitsleistung besteht. Bei kalendertäglicher Bemessung des Arbeitsentgelts beginnt die Frist mit dem Kalendertag.

 

Wiederholte Erkrankungen

Der Arbeitnehmer hat auch bei wiederholter Arbeitsunfähigkeit jeweils einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung. Wenn er allerdings wegen derselben Krankheit erneut arbeitsunfähig wird, ist Entgeltfortzahlung zu leisten, wenn er vor der erneuten Arbeitsunfähigkeit mindestens sechs Monate nicht infolge derselben Krankheit arbeitsunfähig war.

Wenn der Arbeitnehmer in den vergangenen sechs Monaten wegen derselben Krankheit bereits Entgeltfortzahlung erhalten hat, ist eine weitere Prüfung erforderlich. Es besteht dann ein erneuter Anspruch auf Entgeltfortzahlung für höchstens sechs Wochen, wenn seit dem Beginn der ersten Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Krankheit eine Frist von zwölf Monaten abgelaufen ist.

Stand: 1.1.2019