AOK Logo
AOK
Wählen Sie Ihre AOK
Baden-Württemberg Bayern Bremen-Bremerhaven Hssen Niedersachsen Mecklenburg-Vorpommern Berlin Brandenburg Schleswig-Holstein Westfalen-Lippe Thüringen Sachsen Rheinland-Pfalz Saarland HamburgRheinland Sachsen-Anhalt
Willkommen bei Ihrer AOK für Unternehmen
Schrift anpassen: A-AA+

Pfadnavigation

Hauptinhalt

Firmenwagen: Elektro- und Hybridfahrzeuge – verbesserte Förderung ab 1. Januar 2019

© Pulvret80 / Thinkstock
Elektromobilität

Das umweltpolitische Ziel ist klar: In Deutschland soll der CO2-Ausstoß bis 2020 um bis zu 40 Prozent gesenkt werden. Deshalb werden zum Beispiel durch die Befreiung von der Kraftfahrzeugsteuer und durch lohnsteuerliche Privilegien Anreize zur Nutzung der Elektromobilität geschaffen.

Steuerliche Förderung bei Elektro- und Hybridelektrofahrzeugen

Die steuerliche Förderung von Elektro- und extern aufladbaren Hybridelektrofahrzeugen erfolgt durch eine Halbierung der Bemessungsgrundlage. Das bedeutet, dass bei der Bruttolistenpreisregelung der halbe Bruttolistenpreis und bei der Fahrtenbuchmethode die Hälfte der Absetzung für Abnutzung bzw. der Leasingkosten angesetzt wird.

Bei einem extern aufladbaren Hybridelektrofahrzeug gilt dies nur dann, wenn das Fahrzeug eine Kohlendioxidemission von höchstens 50 Gramm je gefahrenen Kilometer hat oder die Reichweite unter ausschließlicher Nutzung der elektrischen Antriebsmaschine mindestens 40 Kilometer beträgt. Soweit Hybridelektrofahrzeuge danach nicht begünstigt sind, gilt für diese der bisherige Nachteilsausgleich durch Minderung des Bruttolistenpreises um die pauschalen Beträge für das Batteriesystem gemäß dem folgenden Schaubild:

Bruttolistenpreisregelung
Anschaf­fungs­jahr / Jahr der Erst­zu­las­sung Min­de­rungs­betrag in Euro je kWh Speicher­kapa­zität Höchst­betrag in Euro
2013 und früher 500 10.000
2014 450 9.500
2015 400 9.000
2016 350 8.500
2017 300 8.000
2018 250 7.500

Die vorstehenden Regelungen sind auch für Brennstoff­zellen­fahrzeuge anzuwenden. Der Batteriekapazität von Elektro- und Hybridelektrofahrzeugen ist bei Brenn­stoff­zellen­fahrzeugen die im Fahrzeug gespeicherte Energie vergleichbar. Dieser Wert wird in der Zulassungsbescheinigung Teil I in Ziffer 22 angegeben und ist für die Ermittlung der Minderungsbeträge heranzuziehen.

Anwendungszeitpunkt

Die Neuregelung ist anzuwenden für alle erstmals nach dem 31.12.2018 und vor dem 1.1.2022 zur privaten Nutzung überlassenen betrieblichen Elektro- oder Hybridelektrofahrzeuge. Es kommt nicht auf den Zeitpunkt an, zu dem der Arbeitgeber das betroffene Kraftfahrzeug angeschafft, hergestellt oder geleast hat. Vielmehr ist der erstmalige Zeitpunkt der „Überlassung“ an einen Arbeitnehmer maßgeblich.

Wurde das Elektrofahrzeug allerdings vor dem 1.1.2019 bereits einem anderen Arbeitnehmer zur privaten Nutzung überlassen, bleibt es bei den früheren Bewertungsregelungen (Schaubild 6), wenn der Wechsel des Nutzungsberechtigten für dieses Fahrzeug nach dem 31.12.2018 erfolgte. Die Neuregelungen zur Halbierung der Bemessungsgrundlage sind in diesen Fällen nicht anzuwenden.

Beispiel

Der Arbeitnehmer erhält als Firmenwagen ab Januar 2019 ein im Juni 2018 angeschafftes Firmenfahrzeug mit einer Batteriekapazität von 16,3 kWh auch zur privaten Nutzung sowie für die Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte (Entfernung = 20 km). Das Fahrzeug wurde bis Ende 2018 einem anderen Arbeitnehmer überlassen.

Die Neuregelung zur Halbierung der Bemessungsgrundlage ist nicht anzuwenden, da ein Wechsel des nutzungsberechtigten Arbeitnehmers nach dem 31.12.2018 vorliegt.

Bruttolistenpreis50.000,00 €
abzüglich 16,3 kWh à 250€ 4.075,00 €
verbleiben45.925,00 €
abgerundet auf volle 100€45.900,00 €
Bemessungsgrundlage für Privatfahrten (1 % von 45.900 € =)

 

459,00€

Bemessungsgrundlage für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte (0,03 % von 45.900 € x 20 km =)

 



275,40 €

 

Geldwerte Vorteil gesamt für die private Nutzung des Firmenwagens nach der 1-%-Regelung beträgt im Jahr 2019 pro Monat (459 € + 275,40 € =) 734,40 €.

Wird das Elektro- oder Hybridelektrofahrzeug erstmals nach dem 31.12.2018 einem Arbeitnehmer überlassen, wird der geldwerte Vorteil wie folgt ermittelt:

Beispiel

Der Arbeitnehmer erhält als Firmenwagen ab Januar 2019 ein im Dezember 2018 angeschafftes Firmenfahrzeug mit einer Batteriekapazität von 16,3 kWh auch zur privaten Nutzung sowie für die Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte (Entfernung = 20 km).

Der Bruttolistenpreis beträgt50.000,00 €
Die Neuregelung ist anzuwenden, da dem Arbeitnehmer das Fahrzeug nach dem 31.12.2018 „erstmals“ überlassen worden ist. Die Hälfte des Bruttolistenpreises beträgt 

 

 

 


25.000,00 €

Bemessungsgrundlage für Privatfahrten (1 % von 25.000 € =)250 €
Bemessungsgrundlage für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte (0,03 % von 25.000 € x 20 km =)150 €

Geldwerte Vorteil gesamt für die private Nutzung des Firmenwagens nach der 1-%-Regelung beträgt im Jahr 2019 pro Monat (250 € + 150 € =) 400 €.

Stand: 23.4.2019

Marginalinhalt

Kontakt

Service-Telefon Bremen:
0421 17610
Service-Telefon Bremerhaven:
0471 160
(24 Stunden, 365 Tage im Jahr)

AOK-Firmenservice

© AOK
Mann und Frau im Gespräch

Die AOK unterstützt Sie im Arbeitsalltag: mit Experten­wissen, Praxis­hilfen, Beratungs­ange­boten und vielem mehr - ganz nach Bedarf.

Mitglied werden

Mitglied werden

gesundes unternehmen

gesundes unternehmen - Schmerz, lass nach!

Das Firmenkunden-Magazin der AOK.

sv.net

Logo sv.net

Meldungen und Beitrags­nachweise einfach erstellen.

Expertenforum

Gruppe Geschäftsleute

Stellen Sie AOK-Experten Fragen zu Themen der Sozialversicherung.