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Kündigung - verhaltensbedingt: Verdachtskündigung

 Information 

Eine - ordentliche oder außerordentliche - Kündigung kann nicht nur

  • wegen einer erwiesenen Vertragsverletzung, sondern auch

  • wegen des Verdachts einer Vertragsverletzung

ausgesprochen werden (BAG, 23.06.2009 - 2 AZR 474/07).

Die Verdachtskündigung ist damit ein eigenständiger Kündigungsgrund.

Eine Verdachtskündigung liegt vor, wenn der Arbeitgeber seine Kündigung damit begründet,

  • gerade der Verdacht

  • eines (nicht erwiesenen)

  • strafbaren oder

  • vertragswidrigen Verhaltens

habe das für die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses erforderliche Vertrauen zerstört (BAG, 23.06.2009 - 2 AZR 474/07).

Eine Verdachtskündigung ist nur dann zulässig, wenn

  • sich starke Verdachtsmomente auf objektive Tatsachen gründen,

  • die Verdachtsmomente geeignet sind,

  • das für die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses erforderliche Vertrauen zu zerstören und

  • der Arbeitgeber alle zumutbaren Anstrengungen zur Aufklärung des Sachverhalts unternommen hat (BAG, 23.06.2009 - 2 AZR 474/07).

Zur notwendigen Aufklärung gehört es, dem Arbeitnehmer vor der Kündigung Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Diese vorherige Anhörung ist eine Wirksamkeitsvoraussetzung der Verdachtskündigung. Ohne sie verstieße die Verdachtskündigung gegen den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit und wäre nicht die Ultima Ratio (BAG, 23.06.2009 - 2 AZR 474/07).

Weitere Informationen zur Verdachtskündigung sind im Stichwort Kündigung - Verdachtskündigung hinterlegt.

 Siehe auch 

Kündigung - Verdachtskündigung

Kündigung - verhaltensbedingt: Abgrenzung

Kündigung - verhaltensbedingt: Darlegungs- und Beweislast

Kündigung - verhaltensbedingt: Einzelfall-ABC

Kündigung - verhaltensbedingt: Tatsachenfeststellung

Kündigung - verhaltensbedingt: Ultima-Ratio-Prinzip

Kündigung - verhaltensbedingt: Prüfungsschema

Kündigung - verhaltensbedingt: vermeidbare Fehler