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Tit. 2.1.1.1.9.2 RdSchr. 18a
Gemeinsames Rundschreiben zum Krankengeld nach § 44 SGB V und zum Verletztengeld nach § 45 SGB VII

Tit. 2.1.1.1 - Anspruchsberechtigter Personenkreis → Tit. 2.1.1.1.9 - Fortbestand einer Mitgliedschaft nach § 192 SGB V

Titel: Gemeinsames Rundschreiben zum Krankengeld nach § 44 SGB V und zum Verletztengeld nach § 45 SGB VII

Normgeber: Bund

Redaktionelle Abkürzung: RdSchr. 18a

Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]

Normtyp: Rundschreiben

Tit. 2.1.1.1.9.2 RdSchr. 18a - Rechtmäßiger Arbeitskampf

Arbeitskampfmaßnahmen beeinflussen den Anspruch auf Krankengeld nicht, d.h. bei Streik oder Aussperrung besteht auch dann ein Anspruch auf Krankengeld, wenn die Arbeitsverhinderung sowohl in der Arbeitsunfähigkeit als auch in Arbeitskampfmaßnahmen begründet ist (BSG vom 15.12.1971 - 3 RK 87/68 -). Soweit Entgeltfortzahlungsansprüche bestehen, ruht das Krankengeld (6.1 "Weiterbezug von Arbeitsentgelt und Arbeitseinkommen").

Beispiel 11 - Krankengeldanspruch bei rechtmäßigem Arbeitskampf

Beginn des Arbeitskampfes am01.08.
Das Beschäftigungsverhältnis bleibt ohne Anspruch auf Arbeitsentgelt bis zu 
einem Monat fortbestehen (§ 7 Abs. 3 SGB IV) bis31.08.
Fortbestand der Mitgliedschaft im Rahmen § 192 Abs. 1 Nr. 1 SGB V ab01.09.
Beginn der Arbeitsunfähigkeit15.09.
Feststellungstag15.09.
Ende des Arbeitskampfes am25.09.
Es besteht kein Anspruch auf Entgeltfortzahlung aufgrund Vorerkrankungen. 

Ergebnis:

Die Arbeitsunfähigkeit tritt am 15.09. während der Zeit des Fortbestehens der versicherungspflichtigen Mitgliedschaft aufgrund des rechtmäßigen Arbeitskampfes nach § 192 Abs. 1 Nr. 1 SGB V ein. Für die Arbeitsunfähigkeit besteht ein Anspruch auf Krankengeld, weil das Arbeitsverhältnis, welches Basis der fortbestehenden Mitgliedschaft ist, einen Krankengeldanspruch umfasste und bereits vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit bestand.