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Sozialversicherung

Die Sozialversicherung in ihrer heutigen Form geht auf die „Kaiserliche Botschaft“ von 1881 und die Bismarckschen Sozialgesetze zur Krankenversicherung (1883), Unfallversicherung (1884) und zur Invaliden- und Alterssicherung (1889) zurück.

Die Sozialversicherung besteht in Deutschland aus fünf Zweigen:

  • Arbeitslosenversicherung (ALV)

  • Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)

  • Pflegeversicherung (PV)

  • Deutsche Rentenversicherung (RV)

  • Gesetzliche Unfallversicherung (UV)

Im Laufe der Zeit wurden immer weitere Kreise der Bevölkerung gesetzlich in den Versicherungsschutz einbezogen (zuletzt zum 1. April 2004 die sog. Nichtversicherten). Für die Sozialversicherung sind folgende Merkmale kennzeichnend: Die Leistungen werden durch Beiträge, in der Regel von Versicherten und Arbeitgebern, finanziert. Der Anspruch auf Leistungen besteht ohne individuelle Bedürftigkeitsprüfung. Die Versicherungspflicht besteht per Gesetz (Versicherungszwang). Die Sozialversicherung ist nach dem Prinzip der Selbstverwaltung organisiert.

Die Beiträge sind bis zur Höhe der Beitragsbemessungsgrenze an den Bruttolöhnen und -gehältern orientiert und werden (mit einigen Ausnahmen) „paritätisch“, also jeweils zur Hälfte von Arbeitgebern (als Lohnnebenkosten) und Arbeitnehmern getragen.

Während sich in der PKV das eigene Risiko in der Höhe des Beitrags widerspiegelt (Äquivalenzprinzip), werden in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) die Beiträge nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (Solidaritätsprinzip) bemessen. Das schließt auch eine Familienversicherung für Angehörige (Ehegatten, Kinder und Jugendliche bis zu einem bestimmten Alter und einer bestimmten Einkommensgrenze) mit ein. Das Äquivalenzprinzip gilt in der Sozialversicherung lediglich bei der Gewährung von Geld- bzw. Einkommensersatzleistungen (Renten, Arbeitslosengeld, Krankengeld). Die Höhe dieser Zahlungen richtet sich nach der Höhe des beitragspflichtigen Einkommens (beitragspflichtige Einnahmen) und der Dauer der Einzahlung in die Sozialversicherung.

Die GKV gewährt für Personen, die keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber (in der Regel ab der siebten Woche einer Arbeitsunfähigkeit) haben sowie unter definierten Voraussetzungen bei Erkrankung eines Kindes Krankengeld in Höhe von bis zu 70 Prozent des regelmäßigen beitragspflichtigen Einkommens.