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Demenzkranke

Eine Demenz ist ein Defizit in kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten, das zu einer Beeinträchtigung sozialer und beruflicher Funktionen führt und meist mit einer diagnostizierbaren Erkrankung des Gehirns einhergeht. Vor allem ist das Kurzzeitgedächtnis, ferner das Denkvermögen, die Sprache und die Motorik, bei einigen Formen auch die Persönlichkeitsstruktur betroffen. Maßgeblich ist der Verlust bereits erworbener Denkfähigkeiten im Unterschied zur angeborenen Minderbegabung. Die am häufigste auftretende Form der Demenz ist die Alzheimer-Krankheit.

Demenz (ICD-10-Code F00-F03) ist ein Syndrom als Folge einer meist chronischen oder fortschreitenden Krankheit des Gehirns mit Störung vieler höherer kortikaler Funktionen, einschließlich Gedächtnis, Denken, Orientierung, Auffassung, Rechnen, Lernfähigkeit, Sprache, Sprechen und Urteilsvermögen im Sinne der Fähigkeit zur Entscheidung. Das Bewusstsein ist nicht getrübt. Für die Diagnose einer Demenz müssen die Symptome nach ICD über mindestens sechs Monate bestanden haben. Die Sinne (Sinnesorgane, Wahrnehmung) funktionieren im für die Person üblichen Rahmen. Gewöhnlich begleiten Veränderungen der emotionalen Kontrolle, der Affektlage, des Sozialverhaltens oder der Motivation die kognitiven Beeinträchtigungen; gelegentlich treten diese Syndrome auch eher auf. Sie kommen bei Alzheimer-Krankheit, Gefäßerkrankungen des Gehirns und anderen Zustandsbildern vor, die primär oder sekundär das Gehirn und die Neuronen betreffen.

Menschen, die dauerhaft Hilfe bei Körperpflege, Ernährung und Mobilität benötigen, haben Anspruch auf eine Pflegestufe. Auf viele Demenzkranke trifft dies zunächst nicht zu. Sie sind zwar in ihren geistigen und sozialen Kompetenzen eingeschränkt, meistern ihren Alltag aber noch relativ selbstständig. Allerdings besteht bei der Diagnose Alzheimer oder einer anderen Form der Demenz die berechtigte Aussicht, Leistungen der sogenannten Pflegestufe 0 zu erhalten.

Mit der Pflegereform 2015 wurde beschlossen, dass für diesen Personenkreis monatlich 123 EUR Pflegegeld und bis zu 231 EUR für Sachleistungen pro Monat gezahlt werden. Damit können zweckgebunden bestimmte niedrigschwellige Betreuungsangebote finanziert werden. Die Ausgaben hierfür erstattet die Pflegekasse im Nachhinein bis zur Höhe der oben genannten Beträge.

Das Zweite Pflegestärkungsgesetz definiert den Begriff der Pflegebedürftigkeit neu und hat die drei existierenden Pflegestufen mit Wirkung ab 1. Januar 2017 durch fünf Pflegegrade ersetzt, die der individuellen Pflegebedürftigkeit besser gerecht werden sollen. In die Bewertung werden nun körperliche und kognitive Parameter gleichermaßen einbezogen, so dass eine Benachteiligung der einen Art Beeinträchtigung gegenüber der anderen vermieden wird. Damit werden vor allem Demenzkranke - Personen mit eingeschränkter Alltagskompetenz - bessergestellt als früher.