AOK Logo
AOK
Wählen Sie Ihre AOK
Baden-Württemberg Bayern Bremen-Bremerhaven Hssen Niedersachsen Mecklenburg-Vorpommern Berlin Brandenburg Schleswig-Holstein Westfalen-Lippe Thüringen Sachsen Rheinland-Pfalz Saarland HamburgRheinland Sachsen-Anhalt
Willkommen bei Ihrer AOK für Unternehmen
Schrift anpassen: A-AA+

Pfadnavigation

Hauptinhalt

Überlassung von Jobtickets an Arbeitnehmer

© Toby Burrows / Thinkstock
Jobtickets

Beitrags- und Steuerfreiheit wiedereingeführt

Die Aufwendungen des Arbeitnehmers für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte kann der Arbeitgeber mindern, indem er dem Arbeitnehmer unentgeltliche oder verbilligte Fahrkarten für diese Fahrten überlässt (sogenannte Jobtickets). Der Arbeitnehmer kann aber auch aufgrund eines vom Arbeitgeber mit dem Verkehrsträger geschlossenen Rahmenabkommens einen Preisvorteil (Rabatt) für das Jobticket erhalten. 

Die Beitrags- und Steuerfreiheit für Arbeitgeberleistungen (Zuschüsse und Sachbezüge) für den Weg zur Arbeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2019 wieder eingeführt. Dies wurde im Rahmen des Gesetzes zur Vermeidung von Umsatzsteuerausfällen beim Handel mit Waren im Internet und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften geregelt. 

Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel

Seit dem 1. Januar 2019 sind gewährte Arbeitgeberleistungen (Barzuschüsse und Sachbezüge) für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel im Linienverkehr zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte des Arbeitnehmers von der Steuer befreit und damit auch beitragsfrei zur Sozialversicherung. Die Steuerbefreiung umfasst zudem auch private Fahrten im öffentlichen Personennahverkehr. So soll die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel attraktiver werden und mittelbar auch Umwelt- und Verkehrsbelastungen gesenkt werden. Wichtig: Nur wenn Arbeitgeber die Leistungen zum Jobticket zusätzlich zum geschuldeten Entgelt erbringen, besteht die Steuer- und damit Beitragsfreiheit. Damit führt eine Umwandlung des ohnehin geschuldeten monatlichen Entgelts grundsätzlich nicht zur Steuer- und Beitragsfreiheit.

Aufzeichnungspflichten

Arbeitgeber haben diesen Zuschuss beziehungsweise den gewährten Sachbezug grundsätzlich getrennt im Lohnkonto aufzuzeichnen (Paragraf 4 Abs. 2 Nr. 4 EStG) und auf der Lohnsteuerbescheinigung gesondert auszuweisen (Paragraf 41b Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 EStG).

Anwendung der 44-Euro-Freigrenze und pauschale Besteuerung

Die Neuregelung hat für Arbeitgeber den Vorteil, dass sie das Jobticket nicht mehr in die monatliche 44-Euro-Freigrenze einbeziehen müssen.

Pauschalierung der Lohnsteuer

Eine etwaige pauschale Besteuerung ist durch die Wiedereinführung der Steuerfreiheit für Jobtickets überflüssig geworden.

Anrechnung auf die Entfernungspauschale

Die steuerfreien Leistungen werden im Rahmen der Einkommensteuererklärung des Arbeitnehmers auf die Entfernungspauschale angerechnet, sodass sich der Werbungskostenabzug entsprechend mindert.

Stand: 1.1.2019

Marginalinhalt

Mitglied werden!

Welcome to AOK

Ihre AOK vor Ort

Neuer Übergangsbereich

PRO online

Datenbank Pro online

Die Personalrechts-Datenbank für das Sozial-, Arbeits- und Steuerrecht.