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Abschlagsfreie Rente ab 63

© totalpics / fotolia
Rente und Geld

Ohne Rentenkürzungen in den Ruhestand

Wer 45 Jahre Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt hat, kann bereits vor der Altersgrenze für die Regelaltersrente ohne Abzüge in den Ruhestand gehen. Geburtsjahrgänge bis Jahrgang 1952 können die abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren erhalten. Für Jahrgänge ab 1953 wird die Altersgrenze schrittweise angehoben.

Was wird bei der Wartezeit von 45 Jahren berücksichtigt?

Kurzzeitige Unterbrechungen durch Arbeitslosigkeit (Bezug von Arbeitslosengeld I) werden angerechnet. Zeiten der Pflege, sofern Versicherungspflicht bestand, Erziehung von Kindern bis zum zehnten Lebensjahr sowie Schlechtwetter-, Insolvenz- oder Kurzarbeitergeld zählen wie bisher für die 45-jährige Wartezeit mit. Die Wartezeit von 45 Jahren kann auch erstmals mit freiwilligen Beiträgen begründet werden – dies ist wichtig für freiwillig Versicherte wie z. B. selbstständige Handwerker.

Folgende Zeiten werden bei der Wartezeit von 45 Jahren berücksichtigt:

  • Zeiten mit Pflichtbeiträgen aus einer Beschäftigung oder aus einer selbstständigen Tätigkeit
  • Zeiten der Wehr- oder Zivildienstpflicht,
  • Zeiten der nicht erwerbsmäßigen Pflege von Angehörigen,
  • Zeiten der Kindererziehung bis zum zehnten Lebensjahr des Kindes,
  • Zeiten, in denen Arbeitslosengeld, Teilarbeitslosengeld oder Leistungen der beruflichen Weiterbildung bezogen wurden,
  • Zeiten, in denen Krankengeld, Verletztengeld oder Übergangsgeld bezogen wurde,
  • Zeiten des Bezugs von Kurzarbeitergeld, Schlechtwettergeld oder Winterausfallgeld,
  • Zeiten des Bezugs von Insolvenzgeld oder Konkursausfallgeld (Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers),
  • Zeiten der freiwilligen Versicherung, wenn mindestens 18 Jahre mit Pflichtbeiträgen aus einer Beschäftigung oder selbstständiger Tätigkeit vorliegen – mit Ausnahme der letzten zwei Jahre vor dem Rentenbeginn, wenn im gleichen Zeitraum Arbeitslosengeld bezogen wurde,
  • Ersatzzeiten (zum Beispiel politische Haft in der ehemaligen DDR).

… und was nicht?

Nicht berücksichtigt werden Zeiten mit Arbeitslosenhilfe oder Arbeitslosengeld II (Hartz IV). Der Arbeitslosengeldbezug in den letzten zwei Jahren vor der abschlagsfreien Rente wird ebenfalls nicht berücksichtigt. Eine Ausnahme ist für Zeiten des Arbeitslosengeldbezugs vorgesehen, die durch eine Insolvenz oder eine vollständige Geschäftsaufgabe des Arbeitgebers verursacht wurden.

Schrittweise Anhebung der Rente ab 63

Die Altersgrenze wird für Geburtsjahrgänge ab 1953 schrittweise um jeweils zwei Monate für jeden Jahrgang angehoben.

Schrittweise Anhebung der Rente ab 63
Versicherte
Geburtsjahrgang
Anhebung um … Monateauf Alter
Jahr / Monate
19532632
19544634
19556636
19568638
1957106310
195812640
195914642
196016644
196118646
196220648
1963226410

Was kann bei der Rente mit 63 hinzuverdient werden?

Nach Erreichen der Regelaltersgrenze können Sie unbegrenzt hinzuverdienen. Vor Erreichen der Regelaltersgrenze können Sie im Kalenderjahr 6.300 Euro hinzuverdienen. Ein darüber hinausgehender Verdienst wird auf die Rente wie folgt angerechnet:

  • Hinzuverdienst bis 6.300 Euro jährlich: keine Anrechnung
  • Hinzuverdienst über 6.300 Euro jährlich: 40 Prozent werden angerechnet
  • Hinzuverdienst und Teilrente über Höchsteinkommen der letzten 15 Kalenderjahre: 100 Prozent werden angerechnet

Lassen Sie sich durch Ihre Rentenversicherung beraten, wie hoch Ihre individuelle Hinzuverdienstgrenze ist, wenn Sie mehr als 6.300 Euro im Kalenderjahr verdienen.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema Rente ab 63 erhalten Sie hier.

Stand: 12.03.2019

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