AOK Logo
AOK
Wählen Sie Ihre AOK
Baden-Württemberg Bayern Bremen-Bremerhaven Hssen Niedersachsen Mecklenburg-Vorpommern Berlin Brandenburg Schleswig-Holstein Westfalen-Lippe Thüringen Sachsen Rheinland-Pfalz Saarland HamburgRheinland Sachsen-Anhalt
Willkommen bei Ihrer AOK für Unternehmen
Schrift anpassen: A-AA+

Pfadnavigation

Hauptinhalt

Neue Geringfügigkeits-Richtlinien für Minijobber

© benzoix / Getty Images
Geringfüge Beschäftigung - zwei junge Personen hinter einem Tresen

Den Geringfügigkeits-Richtlinien entneh­men Arbeitgeber, wie sie einen 450-Euro-Job oder kurzfristigen Minijob ver­si­che­rungs­recht­lich beurteilen, ihn melden und in wel­chem Fall sie Pauschal­beiträge zahlen müs­sen. Die Richtlinien wurden zum 1. Ja­nu­ar 2019 erneut angepasst.

 

Eine kurzfristige Beschäftigung ist grund­sätz­lich sozial­ver­sicherungs­frei, wenn sie im Kalenderjahr nicht mehr als drei Monate beziehungs­weise 70 Arbeitstage ausgeübt wird und nicht berufsmäßig ist. Diese Zeit­gren­zen sollten ab dem 1. Januar 2019 wieder auf die früheren Zeit­gren­zen von zwei Monaten beziehungsweise 50 Arbeitstagen zurückgeführt werden. Die Re­gie­rungs­koalition hat aber beschlossen, die aktuellen Zeit­grenzen fortzuführen. Somit gelten die Zeitgrenzen von drei Monaten beziehungsweise 70 Arbeitstagen nun dauerhaft – auch bei kalenderjahrüberschreitenden Tätigkeiten.

 

Analog der Änderung beim kurzfristigen Minijob gelten die bisherigen Zeitgrenzen auch beim 450-Euro-Job dauerhaft weiter. Allerdings ist in diesen Fällen das Zeitjahr und nicht das Ka­len­der­jahr als Prüfzeitraum maßgebend. Eine Überschreitung der monatlichen 450-Euro-Grenze ist daher bis zu maximal drei Monaten in­ner­halb eines Zeitjahres möglich, wenn ein vorübergehendes, unvorhersehbares Über­schrei­ten der Entgeltgrenze, etwa durch eine Krankheits­ver­tretung, vorliegt. Eine Ur­laubs­ver­tre­tung oder eine im Vorfeld geplante Operation eines Beschäftigten ist dagegen kein un­vor­her­seh­­bares Ereignis.

Monatsgrenze von 450 Euro gilt uneingeschränkt

Für befristete Minijobs von weniger als einem Monat war bisher vom Arbeitgeber, ba­sie­rend auf der tatsächlichen Beschäftigungs­zeit, eine anteilige Verdienst­grenze zu be­rech­nen. Dies ist aufgrund eines Urteils des Bundessozialgerichts nicht mehr erforderlich. Die Ent­gelt­gren­ze von 450 Euro gilt unab­hängig davon, ob die Beschäftigung den gesamten Monat oder nur an einigen Tagen im Monat ausge­übt wird. Diese Regelung betrifft beide Typen eines Mi­ni­jobs (450-Euro-Job und kurzfristige Beschäftigung).

 

Bei einem kurzfristigen Minijob muss der Arbeitgeber neben den Zeitgrenzen auch grund­sätz­lich die Berufsmäßigkeit prüfen. Dies ist aber nur noch notwendig, wenn das Ar­beits­ent­gelt – unabhängig von der Beschäftigungsdauer – den Monatswert von 450 Euro über­steigt. Dies gilt auch für kurzfristige Minijobber, die arbeitsuchend gemeldet sind.

Mehrere aufeinanderfolgende Minijobs im selben Kalendermonat

 

Folgen mehrere 450-Euro-Jobs aufeinander, die jeweils in demselben Kalendermonat be­gin­nen und enden, werden die Entgelte addiert. Überschreitet das Gesamtentgelt die 450-Euro-Grenze, ist die zeitlich später aufgenommene Beschäftigung, die zu einem Über­schrei­ten der Entgeltgrenze in der Zusammen­rechnung führt, nicht mehr als 450-Euro-Job zu bewerten. Dies gilt auch für die zuerst aufge­nommene Beschäftigung, wenn bereits zu ihrem Beginn bekannt ist, dass in demselben Kalendermonat ein weiterer 450-Euro-Job folgen soll, durch den die Entgeltgrenze überschritten wird.

 

Folgen mehrere kurzfristige Minijobs aufeinander, die jeweils in demselben Kalendermonat beginnen und enden, und überschreitet das Arbeitsentgelt insgesamt auch hier die 450-Euro-Grenze, ist für die zeitlich später aufgenommene Beschäftigung Berufsmäßigkeit zu prüfen. Dies gilt auch für die zuerst aufgenommene Beschäftigung, wenn bereits zu ihrem Beginn bekannt ist, dass in demselben Kalendermonat ein weiterer befristeter Minijob fol­gen soll, durch den die Entgeltgrenze überschritten wird.

 

Die zuvor getroffenen Aussagen gelten auch für Beschäftigungen bei verschiedenen Arbeit­gebern.

Die aktuellen Geringfügigkeits-Richtlinien vom 21. November 2018 finden Sie hier.

Stand: 1.1.2019

Marginalinhalt

Mitglied werden!

Welcome to AOK

Ihre AOK vor Ort

Neuer Übergangsbereich

PRO online

Datenbank Pro online

Die Personalrechts-Datenbank für das Sozial-, Arbeits- und Steuerrecht.