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Studenten und Praktikanten

Beschäftigung von Schülern

Wenn Schüler allgemeinbildender Schulen (z. B. Grund-, Haupt- und Realschulen sowie höherer Schulen zur Erlangung des Abiturs/der Hochschulreife) eine Beschäftigung aufnehmen, gelten für sie die gleichen Grundsätze für die sozialversicherungsrechtliche Beurteilung wie für Arbeitnehmer. In diesen Beschäftigungen besteht grundsätzlich Sozialversicherungspflicht.

Versicherungsfreiheit geringfügiger Jobs

Die Regeln geringfügiger Beschäftigungen gelten auch für beschäftigte Schüler. Versicherungsfreiheit in allen Versicherungszweigen (in der Rentenversicherung nur auf Antrag) besteht daher, wenn diese lediglich eine geringfügig entlohnte Dauerbeschäftigung (monatliches Arbeitsentgelt bis 450 Euro) ausüben. In allen Versicherungszweigen besteht Versicherungsfreiheit, wenn eine kurzfristige Aushilfsbeschäftigung (Befristung auf nicht mehr als drei Monate bzw. 70 Arbeitstage im Lauf eines Kalenderjahres) ausgeübt wird.

Pauschale Beiträge für geringfügig entlohnte Schüler

Nachdem die allgemeinen sozialversicherungsrechtlichen Vorschriften maßgeblich sind, haben Arbeitgeber für Schüler in einer geringfügig entlohnten Dauerbeschäftigung bei Befreiung von der Versicherungspflicht pauschale Rentenversicherungsbeiträge von 15 Prozent abzuführen. Hinzu kommen – sofern z. B. im Rahmen der Familienversicherung eine gesetzliche Krankenversicherung besteht – pauschale Krankenversicherungsbeiträge von 13 Prozent, ferner eine Pauschsteuer von 2 Prozent.

Arbeitslosenversicherung

Für die Arbeitslosenversicherung gilt: Sofern Schüler eine mehr als geringfügige Dauerbeschäftigung ausüben, ist diese arbeitslosenversicherungsfrei. Dies gilt allerdings nur dann, wenn sie eine allgemeinbildende Schule besuchen und diese nicht der Fortbildung außerhalb der üblichen Arbeitszeit dient. Demnach unterliegen Arbeitnehmer, die z. B. eine Abendschule besuchen, um einen allgemeinen Schulabschluss zu erlangen, grundsätzlich der Arbeitslosenversicherungspflicht.

Ende der Schulzeit

Die Eigenschaft als Schüler endet mit dem Bestehen der Abschlussprüfung bzw. mit der tatsächlichen planmäßigen Beendigung des Ausbildungsabschnitts. Sofern ein Prüfungs- oder Abschlusszeugnis erstellt wird, ergibt sich aus dem Datum dieses Zeugnisses das Schulzeitende. Die Schülereigenschaft endet ferner mit dem Abbruch der Schulausbildung.

Beschäftigte Schulabgänger

Der Zeitraum zwischen Schulende und Beschäftigungsaufnahme.

Sofern Schulabgänger zwischen dem Schulende und der ersten Aufnahme einer Dauerbeschäftigung, einer Beamtentätigkeit oder eines Ausbildungsverhältnisses eine zeitlich befristete Aushilfsbeschäftigung ausüben, ist diese als berufsmäßig – also für den Betreffenden als wirtschaftlich bedeutend – anzusehen. Deshalb gelten die Regeln zur Versicherungsfreiheit von kurzfristigen Beschäftigungen hier nicht. Solche Beschäftigungen können daher nur im Rahmen der 450-Euro-Grenze versicherungsfrei sein. Für die Rentenversicherung gilt dies nur, sofern der Schulabgänger die Befreiung von der Versicherungspflicht beantragt hat.

Zeitraum zwischen Schulende und beabsichtigtem Studium

Bei kurzfristigen Aushilfsbeschäftigungen zwischen dem Schulende und einem beabsichtigten Studium können von vornherein befristete Aushilfsbeschäftigungen im Rahmen der „Drei-Monats-Regelung“ versicherungsfrei bleiben. Dies gilt auch bei Beschäftigungen von Schulabgängern vor einem Dienstverhältnis als Soldat auf Zeit.

Zeitraum zwischen Schulende und Bundesfreiwilligendienst/freiwilligem Wehrdienst

Ziel des Bundesfreiwilligendienstes ist es, möglichst viele Menschen zu sozialem Engagement für die Allgemeinheit zu bewegen. Die Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst sind in dieser Tätigkeit den Auszubildenden gleichgestellt und sozialversicherungspflichtig. Die Regelungen über geringfügige Beschäftigungen sind nicht anzuwenden. Kurzfristige Beschäftigungen, die zwischen Schulende und Teilnahme am Bundesfreiwilligendienst ausgeübt werden, sind als berufsmäßig anzusehen, und zwar auch dann, wenn nach dem Bundesfreiwilligendienst die Aufnahme eines Studiums beabsichtigt ist. Beschäftigungen im Rahmen der 450-Euro-Grenze bleiben dagegen versicherungsfrei, in der Rentenversicherung vorbehaltlich der Befreiung von der Versicherungspflicht. Gleiches gilt für Teilnehmer an einem freiwilligen Wehrdienst.

Weitere Informationen zu den Themen:

Stand 1.1.2019 

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