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Pauschalen für Auslandsdienstreisen 2018

© g-stockstudio / Thinkstock
Dienstreise - Geschäftsmann im Hotelzimmer

Arbeitgeber sind vielfach bereit oder ggf. auch etwa tarifvertraglich verpflichtet, ihren Beschäftigten die im Rahmen von Auswärtstätigkeiten entstandenen Aufwendungen zu erstatten. Während für Verpfle­gungs­mehr­auf­wen­dungen nur Pauschalen gezahlt werden können, kann bei den Über­nach­tungs­kosten gewählt werden, ob die tatsächlichen Aufwen­dungen oder alternativ Pauschalen erstattet werden.

Für Arbeitgeber insbesondere interessant sind die für die Nachbar­länder maßgebenden Pausch­be­träge. Auch hier haben sich – wie die nachfolgende Übersicht zeigt – einige Veränderungen ergeben.

Übersicht über die 2018 für die Nachbarländer maßgebenden Pauschbeträge

LandPausch­be­trag für
Ver­pfle­gungÜber­nach­tungs­kos­ten
bei Ab­we­sen­heit von 24 Stun­denfür den An‑ und Ab­rei­se­tag so­wie bei Ab­we­sen­heit von mehr als acht Stun­den
Bel­gi­en 42 € 28 € 135 €
Dä­ne­mark 58 € 39 € 143 €
Frank­reich 
Pa­ris 58 € 39 € 152 €
Ly­on 53 € 36 € 115 €
Mar­seille 46 € 31 € 101 €
Straß­burg 51 € 34 € 96 €
im Üb­ri­gen 44 € 29 € 115 €
Lu­xem­burg 47 € 32 € 130 €
Nie­der­lan­de 46 € 31 € 119 €
Ös­ter­reich 36 € 24 € 104 €
Po­len 
Bres­lau 33 € 22 € 92 €
Dan­zig 29 € 20 € 77 €
Kra­kau 28 € 19 € 88 €
War­schau 30 € 20 € 105 €
im Üb­ri­gen 27 € 18 € 50 €
Schweiz 
Genf 64 € 43 € 195 €
im Üb­ri­gen 62 € 41 € 169 €
Tsche­chi­sche Re­pu­blik 35 € 24 € 94 €

Welche Pauschale ist maßgebend, wenn mehrere Länder betroffen sind?

Bei eintägigen Reisen ins Ausland ist der entsprechende Pauschbetrag des letzten Tätigkeitsorts im Ausland maßgebend. Bei mehrtägigen Reisen in verschiedene Staaten gilt für die Ermittlung der Verpflegungspauschalen am An- und Abreisetag sowie an den Zwischentagen (Tagen mit 24 Stunden Abwesenheit) Folgendes:

  • Bei der Anreise vom Inland ins Ausland oder vom Ausland ins Inland jeweils ohne Tätigwerden ist der entsprechende Pauschbetrag des Ortes maßgebend, der vor 24 Uhr Ortszeit erreicht wird. Bei der Abreise vom Ausland ins Inland oder vom Inland ins Ausland ist der entsprechende Pausch­be­trag des letzten Tätigkeitsorts maßgebend.
  • Für die Zwischentage ist in der Regel der entsprechende Pauschbetrag des Orts maßgebend, den der Arbeitnehmer vor 24 Uhr Ortszeit erreicht.

Für Rückreise- und erneute Abreisetage gelten Besonderheiten

Schließt sich an den Tag der Rückreise von einer mehrtägigen Auswärtstätigkeit zur Wohnung oder ersten Tätig­keits­stätte eine weitere ein- oder mehrtägige Auswärts­tätigkeit an, ist für diesen Tag nur die höhere Verpfle­gungs­pauschale zu berücksichtigen. Bei der Gestellung von Mahlzeiten durch den Arbeitgeber ist die Kürzung der Pauschale tagesbezogen vorzunehmen, das heißt von der für den jeweiligen Reisetag maßgebenden Pauschale für eine 24-stündige Abwesenheit, unabhängig davon, in welchem Land die jeweilige Mahlzeit zur Verfügung gestellt wurde.

Beispiel

Ein Ingenieur kehrt am Dienstag von einer mehrtägigen Auswärtstätigkeit in Straßburg (Frankreich) zu seiner Wohnung zurück. Nachdem er Unterlagen und neue Kleidung eingepackt hat, reist er zu einer weiteren mehrtägigen Auswärtstätigkeit nach Kopenhagen (Dänemark) weiter. Er erreicht Ko­pen­hagen um 23 Uhr. Die Übernachtungen – jeweils mit Frühstück – wurden vom Arbeitgeber im Voraus gebucht und bezahlt. Für Dienstag ist nur die höhere Verpfle­gungs­pau­schale von 39 Euro (Rückreisetag von Straßburg: 34 Euro, Anreisetag nach Kopenhagen 39 Euro) anzusetzen. Aufgrund der Gestellung des Frühstücks im Rahmen der Übernachtung in Straßburg, ist die Ver­pfle­gungs­pau­schale vom Arbeitgeber um 11,60 Euro (20 Prozent der Ver­pfle­gungs­pau­schale Kopenhagen für einen vollen Kalendertag: 58 Euro) auf 27,40 Euro zu kürzen.

Für die in der vom Bundes­finanz­minis­terium veröffentlichten Liste nicht erfassten Länder ist der für Luxemburg geltende Pauschbetrag maßgebend, für nicht erfasste Übersee- und Außengebiete eines Landes ist der für das Mutterland geltende Pauschbetrag zu beachten.

Hinweis:

Die Pauschbeträge für Übernachtungskosten sind ausschließlich in den Fällen der Arbeit­geber­er­stat­tung anwendbar. Das Finanzamt erkennt als Werbungskosten nur die tatsächlichen Über­nach­tungs­kosten an.

Wenn Arbeitgeber mehr als die Pauschbeträge zahlen, entsteht Steuerpflicht. Soweit die Ver­gü­tun­gen die Pauschbeträge um nicht mehr als 100 Prozent übersteigen, können sie die Lohnsteuer für den übersteigenden Betrag mit 25 Prozent pauschal erheben. So vermeiden sie eine individuelle Steuerpflicht des Mitarbeiters.

Beispiel

Ein Beschäftigter aus Köln ist für einen Tag dienstlich in den Niederlanden tätig. Er ist rund neun Stunden unterwegs. Der Arbeitgeber kann eine Ver­pfle­gungs­pau­schale in Höhe von 31 Euro steuerfrei zahlen. Würden 62 Euro gezahlt werden, wären 31 Euro steuerfrei. Weitere 31 Euro könnten pauschal versteuert werden.

Stand: 17.1.2018

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