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LED-Beleuchtung

Licht beeinflusst wesentlich das Wohlbefinden der Menschen, prägt ihren Tag-Nacht-Rhythmus, wirkt sich auf Aktivität und Konzentrationsvermögen aus – der Fachmann spricht vom „circadianen System“. Verschiedene Studien zeigen, dass sich mit entsprechend gesteuerten Beleuchtungssystemen nachhaltige Wirkungen erzielen lassen.

Nach einer Untersuchung der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf, die mit Unterstützung des Elektronikkonzerns Philips durchgeführt wurde, lassen sich durch den gezielten Einsatz des richtigen Lichts sowohl Aufmerksamkeit und Konzentration als auch die (nicht erwünschte) Unruhe von Schülern positiv und signifikant beeinflussen.

„Die Qualität künstlicher Lichtquellen und deren Auswirkungen auf Komfort, Wohlbefinden und Gesundheit werden immer stärker wahrgenommen“, betont Diplom-Ingenieur Reinhold Hetzel von der TU Graz: „Daraus folgt nahezu zwingend die Forderung, natürliches Licht im Bereich der Innenraumbeleuchtung nachzubilden.“

Natürliche Lichtszenarien

Die LED-Technik macht dies nun auf kosteneffiziente Weise möglich, denn Leuchtdioden lassen sich hinsichtlich der Farbtemperatur und der Helligkeit individuell ausrichten. Damit werden Lichtszenarien Realität, an denen Forscher schon lange arbeiten.

Bei sogenannten MixedWhite-Systemen werden warmweiße und kaltweiße LEDs ganz nach Bedarf gesteuert, um beide Komponenten laufend an den natürlichen Tagesverlauf anzupassen: von einer anregenden Wirkung am Vormittag über eine entspannende Mittagszeit bis zu Konzentrationsphasen am Nachmittag und einem sanften Überleiten in den Feierabend. Das künstlich erzeugte Licht ahmt den natürlichen Lichtrhythmus nach.

Mehr Wohlbefinden durch das passende Licht, das ist keineswegs nur ein Thema für Büroarbeitsplätze. „Fertigungsstätten mit Mehrschichtbetrieb könnten künftig durch optimierte Beleuchtungssysteme das Wohlbefinden und die Konzentrationsfähigkeit von Mitarbeitern im Schichtdienst verbessern“, so Thomas Patzelt, Geschäftsführer des Elektronikspezialisten BAG aus Arnsberg. Die damit verbundenen positiven Auswirkungen unter anderem für die Arbeitssicherheit liegen auf der Hand.

Flexibilität durch LED

„Der kostengünstige Einstieg in das gesunde Licht ist heute recht einfach möglich und wird in der Praxis schon vielfach genutzt“, berichtet Patzelt. Die gute alte Leuchtstoffröhre hat tatsächlich vielerorts ausgedient: Hohe Energiekosten und der häufige Austausch defekter Leuchtmittel machen den Klassiker zum Auslaufmodell. Deshalb wird in vielen Büros und Produktionsgebäuden auf moderne LED-Systeme umgerüstet.

Die Leuchtdioden vereinen gleich mehrere Vorteile, die sich positiv auf die laufenden Betriebskosten auswirken. Neben der Energieersparnis, die je nach Ausgangssituation bei 70 bis 90 Prozent liegt, kommt die extrem lange Lebensdauer von bis zu 100.000 Stunden hinzu – das reduziert auch den Wartungsaufwand spürbar.

Das letzte Quäntchen an Energieeffizienz lässt sich zudem durch eine Kopplung mit Präsenzmeldern erreichen. In diesem Fall schaltet die Beleuchtung selbsttätig ab, wenn sich niemand im Raum bewegt.

Sechs Tipps für gesünderes Licht

  1. Nur das richtige Zusammenspiel …
    einer harmonischen Beleuchtung trägt zu dauerhaftem Wohlbefinden bei und verhindert Augenbeschwerden, Kopfschmerzen, Nervosität und Ermüdungserscheinungen. Vor allem an Bildschirmarbeitsplätzen kommt hinzu: Schlechte Beleuchtungsverhältnisse – zu helles Licht, zu hohe Kontraste, Blendungen oder Spiegelungen – begünstigen Zwangs- und Fehlhaltungen, die Beschwerden im Schulter-, Nacken- und Armbereich auslösen können.
  2. Lichtintensität erfüllen:
    500 Lux sind nach der Norm DIN EN 12464-1 für die „Beleuchtung von Arbeitsstätten“ mindestens erforderlich, besser sind 750 Lux und mehr.
  3. Individuelle Einstellungen ermöglichen:
    Jeder empfindet Licht anders. Praktisch ist es daher, wenn es sich individuell und raumweise regulieren lässt, etwa mit Dimmfunktion.
  4. Direktes und indirektes Licht mischen:
    Nur eine Lichtquelle für ein Büro reicht nicht aus. Direktes Licht wird für Arbeiten am Schreibtisch benötigt, zusätzliches indirektes Licht hellt den Raum auf und schafft eine angenehme Arbeitsatmosphäre.
  5. Arbeitsplatz ausrichten:
    Der Schreibtisch samt PC-Bildschirm sollte stets im rechten Winkel zum Fenster stehen, damit es nicht zu Blendeffekten kommen kann.
  6. Vorgaben erfüllen:
    Maßgeblich ist vor allem die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV). Ob die vorhandene Beleuchtung ausreicht, können zum Beispiel erfahrene Elektromeister oder bei größeren Objekten auch Lichtplaner überprüfen.

Weitere Infos gibt es auf der Homepage des Zentralverbands Elektro-Industrie:
www.licht.de/de/licht-fuer-profis/

Stand: 8/2015

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