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Interview

Interview mit Robin Herrmann, Mitarbeiter des BGF-Instituts und wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe von Prof. Petrowski am Institut für Bewegungstherapie und bewegungsorientierte Prävention und Rehabilitation.

1) Jeder Arbeitnehmer wurde im Betrieb wahrscheinlich schon mit dem Problem „Rückenschmerzen“ konfrontiert. Wie kann man dem präventiv vorbeugen?
Häufig entstehen Rückenschmerzen durch Bewegungsmangel und dem damit einhergehenden Nährstoffmangel in der Muskulatur. Als Folge dessen kommt es zu den klassischen Rückenschmerzen, die viele kennen. Präventiv kann hier jedoch leicht entgegengewirkt werden: Regelmäßige Bewegung und häufige Positionswechsel regen den Nährstoffaustausch an und reduzieren so Rückenschmerzen. Doch auch psychische Belastungen wie ständiges Arbeiten unter Zeitdruck können Einfluss auf die Entstehung von Rückenschmerzen haben. Auch bei diesen Faktoren sollte man ansetzen, um Rückenschmerz vorzubeugen.

2) Mitarbeiter sollten etwas für ihre Gesundheit tun, wie kann der Arbeitgeber unterstützen?
Der Arbeitgeber kann seinen Beschäftigten für solche Maßnahmen zeitliche oder finanzielle Ressourcen bereitstellen. Zudem ist es von Vorteil, wenn er durch gesundheitsbewusstes Verhalten eine Vorbildfunktion einnimmt und somit persönliches Interesse deutlich macht.

3) Verhaltensprävention ist der erste Schritt, wie kann der Arbeitgeber in Sachen Verhältnisprävention unterstützen?
Verhaltens- und Verhältnisprävention sollten gleichermaßen gefördert werden und sind, bezogen auf die Effektivität von gesundheitsförderlichen Maßnahmen, nur schwer trennbar. Durch die Veränderungen der Arbeitsverhältnisse, wie z. B. die Anpassung des Mobiliars nach ergonomisch sinnvollen Gesichtspunkten oder gesundheitsmotivierende Gestaltung des Arbeitsplatzes, wird unterstützend Einfluss genommen. Als konkrete Maßnahmen sind beispielsweise die Anschaffung höhenverstellbarer Schreibtische bzw. Arbeitstische, Kleingeräte für Bewegungspausen oder ein einladend gestaltetes Treppenhaus denkbar.

4) Warum ist BGF generell ein wichtiges und sinnvolles Instrument?
Betriebliche Gesundheitsförderung stellt auf vielen Ebenen ein hilfreiches Instrument dar, weil z. B. die Gesundheit der einzelnen Mitarbeiter, das Betriebsklima, die Arbeitgeberidentifikation und Arbeitsproduktivität nachhaltig gefördert werden. Doch auch unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten sind BGF-Maßnahmen nicht zu unterschätzen: die langfristige Senkung des Krankenstandes und die damit reduzierten Kosten für das Unternehmen bilden die Grundlage eines effizienten Return on Investment (ROI).

5) Haben Sie abschließend noch fünf konkrete Tipps gegen Rückenschmerzen?

  1. Führen Sie regelmäßige Bewegungspausen durch. Diese müssen nicht schweißtreibend sein, sondern sollen starres Sitz- oder Stehverhalten unterbrechen.
  2. Passen Sie Ihr Arbeitsumfeld nach ergonomischen Gesichtspunkten optimal an. Zum Beispiel durch einen höhenverstellbaren Tisch.
  3. Erhöhen Sie Ihre psychische Widerstandsfähigkeit, in dem Sie z. B. gemeinsam mit ihrem Vorgesetzten Zeitdruck abbauen, auf eine ausgewogene Work-Life-Balance achten und sich Zeit nehmen für Ihre Kraft schöpfenden Ressourcen im Freizeitbereich.
  4. Achten Sie auf die Signale, die Ihnen Ihr Körper aufzeigt. Schmerzen sind in der Regel ein Warnsignal des eigenen Körpers das Verhalten zu ändern.
  5. Stärken Sie Ihren Körper und bleiben Sie aktiv. Speziell Ihre Rumpfmuskulatur dient dabei als Stützapparat, um Rückenbeschwerden vorzubeugen.

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