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„BEM stärkt Profil des Unternehmens“

Diplom-Psychologe Uwe Renz erläutert im Interview mit pa praxis aktuell die Vorteile des BEM und worauf es dabei ankommt. Er ist Systemischer Coach (ECA) bei der AOK Nordschwarzwald und berät Unternehmen rund um BEM.

Ist das BEM für Unternehmen nicht vor allem eine lästige Pflicht?
Nein, immer mehr Betriebe erkennen die Vorteile des BEM. Durch die demografische Entwicklung und die Zunahme chronischer Erkrankungen wächst der Druck, die Beschäftigungsfähigkeit insbesondere der älteren und erfahrenen Kollegen möglichst lange zu erhalten. Wenn Mitarbeiter länger ausfallen oder ersetzt werden müssen, kann das am Ende den Betrieb mehr kosten als jede Eingliederungsmaßnahme.

Welche zusätzlichen Effekte ergeben sich für Unternehmen?
Durch ein BEM und das Betriebliche Gesundheitsmanagement können die Arbeitszufriedenheit und die Motivation aller Kollegen gesteigert werden. Dafür ist es aber wichtig, dass die BEM-Aktivitäten vertrauensvoll ablaufen und ein ehrliches Interesse an der Person des Arbeitnehmers besteht und ihm signalisiert wird, dass er nicht nur als Arbeitskraft, sondern auch als Mensch ernst genommen wird. Dann kann das Profil des Unternehmens als verantwortungsvoller Arbeitgeber gestärkt werden.

Eignet sich BEM auch für kleinere Betriebe?
Häufig ist durch den engen Kontakt in kleineren, familiär geführten Unternehmen eine formale „Wiedereingliederung“ nicht nötig. Dennoch ist es wichtig, dass die Unternehmen über die gesetzlichen Pflichten aufgeklärt sind. Für alle Betriebe gilt: Sollte es zu arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen kommen, etwa im Zuge einer Kündigung, fragen die Richter auch, ob Betriebe die Pflicht, sich um Eingliederung zu bemühen, erfüllt und den Prozess auch dokumentiert haben.

 

Prinzip der Freiwilligkeit

Welche formalen Voraussetzungen müssen erfüllt werden?
Zunächst ist wichtig, dass die Einladung zum BEM-Gespräch schriftlich erfolgt, ebenso die Zustimmung oder Ablehnung. Das Verfahren ist zu jedem Zeitpunkt freiwillig für den Arbeitnehmer. Weitere Äußerungen zur individuellen Erkrankung und zu persönlichen Lebensumständen ist sind datenschutzrechtlich streng zu handhaben. In den Gesprächen wird dann individuell ausgelotet, welche Maßnahmen ergriffen werden können.

Welche Maßnahmen können das sein?
Wenn der Beschäftigte an seinem angestammten Arbeitsplatz bleibt, können – z. B. bei Bandscheibenerkrankungen – Hebe- oder Tragehilfen eingesetzt werden. Auch eine Umorganisation der Arbeit oder die Umsetzung im Betrieb ist zu erwägen. Zu klären ist auch, ob im Vorfeld eine Reha-Maßnahme oder eine entsprechende Qualifizierung nötig ist. Hierbei ist auch der Kontakt zu anderen Trägern wie der Rentenversicherung herzustellen. Bei allen Beratungsprozessen helfen die Mitarbeiter der AOK.

Weiterführende Infos zu BEM:

Marginalinhalt

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