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Weniger Zucker im Berufsalltag

© Getty Images / Jennifer Boggs
Eine zerbrochene Zuckerstange

Ob im morgendlichen Müsli, in fertigen Mittagsgerichten, im Energieriegel oder im Wellnessgetränk – wer im Supermarkt oder in der Kantine einfach zugreift, nimmt vielerlei offensichtliche und versteckte Zucker zu sich. Die Folgen sind spürbar: 59 Prozent der Männer und 37 Prozent der Frauen haben „zu viel auf den Rippen“. Das belegen die Auswertungen des Ernährungsberichts der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Als eine der Hauptursachen des Übergewichts gilt der hohe Zuckerkonsum. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, täglich nicht mehr als 50 Gramm Zucker zu essen. Der Durchschnittsdeutsche nimmt allerdings fast doppelt so viel (rund 90 Gramm) am Tag zu sich.

Gesundheitliche Folgen des Zuckerkonsums

Erhöhter Zuckerkonsum begünstigt Übergewicht, was wiederum zu einer dauerhaft hohen Belastung der Bauchspeicheldrüse führt. So steigt die Gefahr, an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Die Stoffwechselkrankheit kann Nierenschäden und Bluthochdruck verursachen und weitreichende Folgen für das Herz-Kreislauf-System haben. Insgesamt kosten Krankheiten, die auch von der Ernährung mitverursacht werden, in Deutschland jährlich 70 Milliarden Euro. Schuld an diesen hohen Kosten sind die modernen Lebens- und Arbeitsbedingungen. Wer selten Zeit zum Kochen hat, greift häufig auf Fertigprodukte zurück. Und Gerade die haben oftmals nicht nur einen hohen Fettgehalt, sondern sie enthalten oft auch viel Zucker. Und das gilt nicht nur für Pizza oder Currywurst, sondern auch für vermeintlich gesunde Lebensmittel wie beispielsweise Krautsalat aus dem Kühlregal, Fertigmüslis, Smoothies oder Wellnessgetränke. Diese Zuckerfallen sind vielen Menschen nicht bewusst.

Arbeitgeber können gesunde Ernährung fördern

Führungskräfte sind einerseits Vorbilder für ihre Mitarbeiter, andererseits haben sie die Möglichkeit, Rahmenbedingungen für eine gesunde Ernährung im Unternehmen zu schaffen. Gleichzeitig gilt es, die Mitarbeiter für das Thema Zuckerkonsum zu sensibilisieren. Dazu eignet sich beispielsweise ein gemeinsam mit der AOK organisierter Gesundheitstag zum Thema. Die Teilnehmer lernen, welche Lebensmittel stark zuckerhaltig sind und welche gesunden Alternativen es gibt. Unternehmen mit einer Kantine können das Speisenangebot unter die Lupe nehmen und anpassen. Ein frisches Salatbuffet und gesunde Hauptgerichte sorgen für Abwechslung und fördern eine ausgewogene Ernährung.

Stand: 2/2019

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