AOK Logo
AOK
Wählen Sie Ihre AOK
Baden-Württemberg Bayern Bremen-Bremerhaven Hssen Niedersachsen Mecklenburg-Vorpommern Berlin Brandenburg Schleswig-Holstein Westfalen-Lippe Thüringen Sachsen Rheinland-Pfalz Saarland HamburgRheinland Sachsen-Anhalt
Willkommen bei Ihrer AOK für Unternehmen
Schrift anpassen: A-AA+

Pfadnavigation

Hauptinhalt

Alkoholkonsum

Vom Genuss zur Sucht

Alkoholkonsum ist fester Bestandteil unserer Alltagskultur und gesellschaftlich akzeptiert – vorausgesetzt, man findet immer das rechte Maß. Dass aber ist schwerer gesagt als getan, wie aktuelle Daten zur Alkoholsucht in Deutschland belegen.

Suchtprobleme werden zumeist weitgehend verheimlicht und tabuisiert – gerade auch in der Arbeitswelt. Doch Arbeitsmediziner sind sich sicher: Es gibt sie in (fast) jedem Unternehmen. Dabei handelt es sich vorrangig um Alkoholprobleme. Aber auch andere Suchterkrankungen (z. B. Tabletten) sind keine Seltenheit. Sie stellen nicht nur für die Betroffenen selbst eine große Belastung mit vielen nachteiligen gesundheitlichen und sozialen Folgen dar, sondern haben auch negative Auswirkungen auf das Arbeitsklima, die Arbeitssicherheit, betriebliche Produktivität und Arbeitsabläufe.

Deutlich mehr Fehltage

So belegt der „Fehlzeiten-Report 2013“ des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO): Allein im vergangenen Jahr gab es in den deutschen Unternehmen rund 2,42 Mio. suchtbedingte Arbeitsunfähigkeitstage – 17 Prozent mehr als 2002. Fast 44 Prozent davon entfielen auf Alkoholkonsum. Weitere Daten des WIdO-Fehlzeiten-Reports, die die enorme Tragweite des Problems verdeutlichen: Arbeitnehmer, die mindestens eine Krankschreibung aufgrund einer Suchterkrankung aufweisen, haben im Durchschnitt drei Mal so lange Arbeitsunfähigkeitszeiten wie Beschäftigte, die aus anderen Erkrankungsgründen am Arbeitsplatz fehlen. Und: Allein die Kosten von Alkohol- und Tabaksucht belasten die deutsche Wirtschaft nach den Worten von Uwe Deh, Geschäftsführender Vorstand beim AOK-Bundesverband, jährlich mit etwa 60,25 Mrd. EUR.

Nähere Infos zum aktuellen Fehlzeiten-Report des WIdO gibt es hier.

Zwischen riskantem Trinkverhalten und Abhängigkeit
Auch die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Mechthild Dyckmans kann in ihrem neuesten Drogen- und Suchtbericht keine erfreulichen Zahlen vermelden: Demnach konsumieren rund 9,5 Mio. Bundesbürger Alkohol „in gesundheitlich riskanter Form“; 1,3 Mio. von ihnen gelten als alkoholabhängig.

Neben Alkohol spielen auch noch andere Suchtmittel eine sehr bedeutende Rolle und bergen eine erhebliche Brisanz. Das belegen weitere Zahlen aus dem Bericht der Bundesregierung: Demnach sind rund 14,7 Mio. Bundesbürger ab 15 Jahren Raucher, sind also nikotinabhängig. Und schätzungsweise 1,4 bis 1,9 Mio. Personen müssen den verfügbaren Erkenntnissen zufolge als medikamentenabhängig eingestuft werden. Der Konsum illegaler Drogen ist weit weniger verbreitet – wenn auch bei neuartigen synthetischen Drogen laut der Bundesregierung eine im Bericht allerdings nicht quantifizierte Zunahme zu beobachten ist.

Stand: 10.10.2013

Marginalinhalt

Mitglied werden!

Welcome to AOK

Ihre Ansprechpartner

Ihre Ansprechpartner

Haben Sie Fragen? Ihr Ansprechpartner für Betriebliches Gesundheits­management bei Ihrer AOK hilft Ihnen gerne weiter.