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Krankengeld - Gleitzonenregelung

 Normen 

§ 20 Abs. 2 SGB IV
§ 47 Abs. 1 Satz 8 SGB V
Gemeinsames Rundschreiben zur Berechnung, Höhe und Zahlung des Krankengeldes und Verletztengeldes vom 12.06.2018
Gemeinsames Rundschreiben zu Beschäftigungsverhältnissen in der Gleitzone vom 12.11.2014
Arbeitsunfähigkeitsrichtlinien (AU-RL) i.d.F. vom 14.11.2013, BAnz AT 27.01.2014 B4, zuletzt geändert 20.10.2016, BAnz AT 23.12.2016 B5, in Kraft getreten am 24.12.2016

 Kurzinfo 

Bei der Krankengeldberechnung aus einem Arbeitsentgelt zwischen 450,01 EUR und 850,00 EUR (ab dem 01.07.2019 sog. Übergangsbereich von 450,01 EUR bis 1.300,00 EUR) findet die Gleitzonenregelung - im Gegensatz zur Beitragsberechnung und der Mutterschaftsgeldberechung - keine Anwendung. Dies ergibt sich aus § 47 Abs. 1 Satz 8 SGB V. Dies hat bei der Krankengeldberechnung zur Folge, dass aus dem Bruttoarbeitsentgelt ein "fiktives Nettoarbeitsentgelt" ohne Berücksichtigung der Gleitzonenregelung zu ermitteln ist. Das tatsächliche "höhere" Nettoarbeitsentgelt kann nicht zugrunde gelegt werden, da bei dessen Ermittlung die Gleitzonenregelung angewendet wurde. Nur so ist ein korrekter Vergleich von 70 % des Regelentgelts mit 90 % des Nettoarbeitsentgelts möglich.

Die Arbeitgeber haben zur Berechnung des Krankengeldes und zur Berechnung des Krankengeldes bei Erkrankung des Kindes das tatsächliche Bruttoarbeitsentgelt und das fiktive Nettoarbeitsentgelt einzutragen. Einmalzahlungen sind in ihrer tatsächlichen Höhe zu bescheinigen, und zwar auch dann, wenn das laufende Arbeitsentgelt und die Einmalzahlung zusammen niedriger sind oder waren als 850,00 EUR (vgl. Besprechungsergebnis der Krankenkassen-Spitzenverbände vom 22./23.01.2003).

Einmalzahlungen in Gleitzonenbeschäftigungen

Werden Einmalzahlungen i.R.e. Beschäftigung innerhalb der Gleitzone (§ 20 Abs. 2 SGB IV) gezahlt, ist die tatsächliche (nicht die beitragspflichtige) Bruttoeinmalzahlung bei der Krankengeldberechnung zu berücksichtigen (§ 47 Abs. 1 Satz 8 SGB V).