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Tit. 6.8.1 RdSchr. 18a
Gemeinsames Rundschreiben zum Krankengeld nach § 44 SGB V und zum Verletztengeld nach § 45 SGB VII

Tit. 6 - Ruhen des Anspruchs auf Krankengeld → Tit. 6.8 - Auslandsaufenthalt

Titel: Gemeinsames Rundschreiben zum Krankengeld nach § 44 SGB V und zum Verletztengeld nach § 45 SGB VII

Normgeber: Bund

Redaktionelle Abkürzung: RdSchr. 18a

Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]

Normtyp: Rundschreiben

Tit. 6.8.1 RdSchr. 18a - Eintritt einer Arbeitsunfähigkeit während Auslandsaufenthalt

(1) Nach § 16 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SGB V ruht der Anspruch auf Leistungen auch dann, wenn Versicherte während eines vorübergehenden Auslandsaufenthaltes erkranken. Dies steht jedoch unter dem Vorbehalt, dass nichts Abweichendes in diesem Gesetzbuch bestimmt ist. Erkrankt der Versicherte in einem anderen EU-, EWR-Staat oder der Schweiz oder in einem Abkommenstaat mit einer entsprechenden Regelung - Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Marokko, Mazedonien, Montenegro, Serbien, Türkei und Tunesien -, erfolgt grundsätzlich eine Gleichstellung. Sind auf den Versicherten die deutschen Rechtsvorschriften anzuwenden, ist es unerheblich, ob sich die Person bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit vorübergehend oder dauerhaft im anderen Staat aufhält. Dies führt dazu, dass durch die zahlreichen über- bzw. zwischenstaatlichen Ausnahmeregelungen sich der Anwendungsbereich von § 16 Abs. 1 Nr. 1 SGB V auf das sogenannte "vertragslose Ausland" beschränkt.

(2) Nur die Arbeitsunfähigkeit eines Versicherten während eines Auslandsaufenthaltes im "vertragslosen Ausland" führt daher zum Ruhen des Anspruchs auf Krankengeld. Entsteht die Arbeitsunfähigkeit hingegen im Ausland, in welchem über- bzw. zwischenstaatliche Ausnahmeregelungen gelten, ist ein Ruhen nach § 16 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 SGB V nicht vorgesehen. Die besonderen Fallgestaltungen des § 18 Abs. 1 SGB V sind zu beachten.

(3) Damit Versicherte einen Krankengeldanspruch geltend machen können, müssen jedoch auch die weiteren Anspruchsvoraussetzungen, wie z. B. rechtzeitige ärztliche Attestierung und rechtzeitiger Nachweis gegenüber der Krankenkasse erfüllt sein (siehe auch 2.2.2.1.4 "Anderweitiger Nachweis der Arbeitsunfähigkeit" und 6.4 "Verspätete Meldung der Arbeitsunfähigkeit").