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Arbeitschutz

© Thinkstock/Wavebreak Media Ltd.
Schwangere Frau telefoniert am Schreibtisch

Mutterschutz

Schwangere stehen während der Schwangerschaft und bis acht Wochen nach der Geburt unter Mutterschutz. Die wichtigsten Eckpunkte:

Mutterschutz und Schutzfristen

Das Mutterschutzgesetz gilt für alle Arbeitnehmerinnen und setzt ein, sobald die werdende Mutter die Schwangerschaft durch eine ärztliche Bescheinigung gegenüber dem Arbeitgeber nachweist. Nach dem Gesetz gelten für Schwangere folgende Schutzfristen:

  • sechs Wochen vor der Geburt bzw. vor dem errechneten Geburtstermin
  • acht Wochen nach der Entbindung (bei Frühgeburten im medizinischen Sinn oder bei Mehrlingsgeburten zwölf Wochen)

Während der Schutzfristen dürfen Schwangere nicht beschäftigt werden. Eine Ausnahme sieht das Gesetz vor, wenn werdende Mütter vor der Geburt ausdrücklich weiter arbeiten möchten. Nach der Geburt ist die Weiterarbeit während der Schutzfrist ausdrücklich verboten.

Für die Zeit der Schutzfrist erhalten (werdende) Mütter Mutterschaftsgeld von ihrer Krankenkasse, sofern sie selbst Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse sind. Den Differenzbetrag zum Nettoentgelt zahlt der Arbeitgeber. Er kann sich diese Aufwendungen über die Umlagekasse U2 der Entgeltfortzahlungsversicherung auf Antrag erstatten lassen.

Aufgaben des Arbeitgebers

Sobald der Arbeitgeber über die Schwangerschaft informiert wird, muss er dem Gewerbeaufsichtsamt Bescheid geben. Eine weitere Folge ergibt sich durch die Verordnung zum Schutz der Mütter am Arbeitsplatz. Sie verpflichtet den Arbeitgeber, Art, Ausmaß und Dauer der Gefährdung für jede Tätigkeit zu beurteilen, bei der werdende oder stillende Mütter durch

  • chemische Gefahrstoffe,
  • biologische Arbeitsstoffe,
  • physikalische Schadfaktoren
  • sowie Verfahren oder Arbeitsbedingungen

gefährdet werden können. Hierdurch sollen neben den Gefahren für die Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmerin auch die Auswirkungen auf Schwangerschaft oder Stillzeit abgeschätzt werden. Darüber hinaus sollen die zu ergreifenden Schutzmaßnahmen bestimmt werden. Weil bei der Beurteilung die Gesundheitsrisiken für die Mutter und für das Ungeborene berücksichtigt werden müssen, gehen diese Schutzmaßnahmen häufig über den allgemeinen Arbeitsschutz hinaus.

Werdende oder stillende Mütter müssen so beschäftigt werden, dass für ihr Leben und ihre Gesundheit keine Gefahr besteht. Der Arbeitsplatz ist entsprechend einzurichten – einschließlich der Maschinen, Werkzeuge und Geräte. Vorgesetzte sollten regelmäßig mit ihnen besprechen, wie es ihnen bei der Arbeit geht und was verändert werden müsste. Es kommt im Berufsalltag für beide Seiten zum besten Ergebnis, wenn der Arbeitgeber die Gefahrenanalyse gemeinsam mit der werdenden Mutter erarbeitet.

Beschäftigungsverbot

Um Gesundheit von Mutter und Kind zu schützen, sieht das Mutterschutzgesetz generelle (zum Beispiel Akkord-, Fließband-, Mehr-, Sonntags- oder Nachtarbeit) sowie individuelle Beschäftigungsverbote vor. Außerdem dürfen Schwangere keine schweren und gesundheitsgefährdenden Arbeiten ausführen. Individuelle Beschäftigungsverbote werden von Ärzten ausgesprochen und mit Vorlage eines Attests beim Arbeitgeber wirksam. Auch der Arbeitgeber selbst kann ein Beschäftigungsverbot aussprechen. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, für diese Zeit Entgelt zu zahlen. Ein Ausgleich dieser Arbeitgeberaufwendungen ist über die Umlagekasse U2 auf Antrag möglich.

Weitere Regelungen

  • In der Schwangerschaft muss die werdende Mutter für Arztbesuche von der Arbeit freigestellt werden.
  • In Ausnahmefällen – wie bei besonders schwerer Arbeit oder Krankheit – gilt für werdende und stillende Mütter ein erweitertes Beschäftigungsverbot. Grundsätzlich dürfen Schwangere nicht nachts oder an Sonn- und Feiertagen arbeiten und keine Überstunden leisten.
  • Schwangere stehen unter besonderem Kündigungsschutz – hier sollte der Einzelfall genau geprüft werden.

Weitere Informationen zum Mutterschutz und zur Entgeltfortzahlung erhalten Sie hier.

Lesen Sie auch:

  • Entgeltbescheinigung Mutterschaftsgeld

Stand: 13.1.2016

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