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Arbeitsschutz

© Thinkstock/Oleg Shelomentsev
Arbeiter nachts mit Schutzhelm

Nachtarbeit

Die Gesundheit geht vor: Weil die Belastungen bei Nachtarbeit höher sind als am Tag, hat der Gesetzgeber einige Vorkehrungen bzw. Einschränkungen zum Schutz der Arbeitnehmer getroffen. Diese befinden sich unter anderem im Mutterschutzgesetz, im Jugendarbeitsschutzgesetz sowie im Arbeitszeitgesetz. Grundsätzlich verboten ist Nachtarbeit für Schwangere, stillende Mütter und Jugendliche, wobei es für einzelne Wirtschaftszweige Ausnahmen gibt.

Besondere Regelungen

Zur Nachtarbeit zählt jede Arbeit zwischen 23 und 6 Uhr (in Bäckereien zwischen 22 und 5 Uhr), die mehr als zwei Stunden dauert. Eine besondere Regelung greift bei denjenigen, die normalerweise Nachtarbeit in Wechselschicht oder an mindestens 48 Tagen im Kalenderjahr leisten. Diese gelten als Nachtarbeitnehmer. Damit stehen sie unter einem besonderen gesundheitlichen Schutz, denn schließlich setzen sie sich erschwerten Bedingungen aus. Nachtarbeiter können sich aus diesem Grund regelmäßig arbeitsmedizinisch untersuchen lassen – einmal vor dem Beginn der nächtlichen Beschäftigung, danach alle drei Jahre. Wer über 50 Jahre alt ist, sogar jährlich. Die Kosten der Untersuchungen muss der Arbeitgeber tragen. Wenn die Untersuchung ergibt, dass Nachtarbeit die Gesundheit des Arbeitnehmers gefährdet, kann die betroffene Person verlangen, zu normalen Zeiten zu arbeiten. Das ist auch der Fall, wenn der Mitarbeiter mit einem Kind zusammenlebt, das unter zwölf Jahre alt ist und nicht von einer anderen Person betreut werden kann, die im selben Haushalt lebt. Das Gleiche gilt für Beschäftigte, die einen schwer Pflegebedürftigen in der Familie haben. Einzige Voraussetzung in all diesen Fällen: Es sprechen keine betrieblichen Gründe gegen die Versetzung. Ist das der Fall, muss der Betriebs- oder Personalrat gehört werden.

Ausgleich für Nachtarbeit

Die tägliche Arbeitszeit von Nachtarbeitern darf nicht mehr als acht Stunden betragen, ausnahmsweise auch mal zehn Stunden. Das Prinzip des Stundenausgleichs ist das gleiche wie bei der Arbeitszeit am Tag. Der wichtige Unterschied: Der Ausgleichszeitraum bei Nachtarbeit fällt wesentlich kürzer aus. So darf die durchschnittliche Arbeitszeit innerhalb eines Kalendermonats oder innerhalb von vier Wochen nicht mehr als acht Stunden pro Werktag betragen. Außerdem haben Nachtarbeiter einen Anspruch auf Zusatzurlaub oder Nachtarbeitszuschlag. Wo dies nicht über Tarifverträge geregelt ist, springt das Gesetz ein.

Weitere Informationen zu den einzelnen Regelungen im Arbeitszeitgesetz erhalten Sie beim BMAS.

Stand: 13.1.2016

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