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Übergangsbereich (ab 1.7.2019)

Anwendung des Übergangsbereichs

Ein Fall des sog. Übergangsbereichs (neuer Begriff für die bisherige Gleitzone) liegt vor, wenn das regelmäßige Arbeitsentgelt zwischen 450,01 Euro und 1.300,00 Euro liegt. Das regelmäßige Arbeitsentgelt ist hier relevant. Dabei gelten dieselben Grundsätze wie für die Ermittlung des regelmäßigen Arbeitsentgelts bei geringfügig entlohnten Beschäftigungen. Es ist also mindestens auf das Arbeitsentgelt abzustellen, auf das der Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch hat. Ein arbeitsrechtlich zulässiger Verzicht auf künftig entstehende Arbeitsentgeltansprüche vermindert das zu berücksichtigende Arbeitsentgelt. Einnahmen aus der Beschäftigung, die kein Arbeitsentgelt im Sinn der Sozialversicherung darstellen, bleiben unberücksichtigt.

Auch Einmalzahlungen gehören zum regelmäßigen Arbeitsentgelt, wenn sie mit hinreichender Sicherheit mindestens einmal jährlich zu erwarten sind. Dies gilt insbesondere für Urlaubs- und Weihnachtsgelder; Jubiläumszuwendungen werden dagegen nicht berücksichtigt, da sie keine jährlich wiederkehrenden Zuwendungen sind.

Die Regelungen des Übergangsbereichs gelten nicht für

  • Personen, die zu ihrer Berufsausbildung beschäftigt sind (z. B. Auszubildende, Praktikanten),
  • Teilnehmer am freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahr,
  • Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst,
  • Personen in Beschäftigungen, für deren Beitragsberechnung fiktive Arbeitsentgelte zugrunde gelegt werden (z. B. bei behinderten Menschen in anerkannten Werkstätten, Mitgliedern geistlicher Genossenschaften),
  • Personen in Wiedereingliederungsmaßnahmen nach einer Arbeitsunfähigkeit, in denen nur das dadurch reduzierte Entgelt in der Gleitzone liegt,
  • Personen, die Kurzarbeitergeld bzw. Saison-Kurzarbeitergeld beziehen und für die deshalb das Entgelt insoweit reduziert ist.

Reduzierung des Ausgangswertes

Der geringere Arbeitnehmeranteil ergibt sich durch die der Beitragsberechnung zugrunde zu legende reduzierte beitragspflichtige Einnahme (Beitragsbemessungsgrundlage) und die besonderen Regelungen über die Beitragstragung.

Bei Beschäftigungsverhältnissen innerhalb des Übergangsbereichs wird in der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung als beitragspflichtige Einnahme nicht das tatsächlich erzielte Arbeitsentgelt zugrunde gelegt, sondern ein Betrag, der nach folgender Formel berechnet wird:

F × 450 + ([1300/(1300−450)] − [450/(1300−450)] × F) × (AE − 450)
F =Dividend: 30 %


Divisor: Gesamt­sozial­versiche­rungs­beitrags­satz
AE =Arbeitsentgelt

Die Formel kann für die Zeit vom 1.7. bis 31.12.2019 wie folgt vereinfacht werden:

beitragspflichtige Einnahme = 1,12885882352941 × AE ./. 167,516470588235

Beispiel
Brut­to­ar­beits­ent­gelt aus ei­ner Be­schäf­ti­gung600,00 €
1,12885882352941 × 600,00 € ./. 167,516470588235 =509,80 €

Stand: 1.1.2019

Marginalinhalt

Arbeitgeberhotline

0800 0265637
rund um die Uhr

0 Cent/Verbindung aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz.

Neuer Übergangsbereich

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