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Was tun bei Mobbing im Betrieb?

© 4774344sean / Thinkstock
Was tun bei Mobbing im Betrieb?

Schikane am Arbeitsplatz – wie können Arbeitgeber dem vorbeugen bzw. im Falle eines Falles richtig begegnen.

Ein wachsendes Problem

Wenn Kollegen gezielt schikaniert, ausgegrenzt oder tyrannisiert werden, spricht man von „Mobbing“. Das können beleidigende, entwürdigende Äußerungen, Drohungen, Einschüchterungen und Unterstellungen sein, es kann sich auch um das Verstecken von Arbeitsgegenständen handeln. Mobbing ist kein neues Phänomen, doch es hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Rund elf Prozent der Arbeitnehmer sollen in Deutschland davon betroffen sein, vor allem Frauen, Menschen unter 25 Jahren und in sozialen Berufen.

Ursachen & Folgen

Die Gründe sind vielfältig, etwa zunehmende Arbeitsbelastung, gesteigertes Arbeitstempo, mehr Verantwortung, höhere Anforderungen sowie Personaleinsparungen. Die Folgen für Mobbing-Opfer reichen von gesteigerter Nervosität, Demotivation, Schlafstörungen, sozialem Rückzug bis hin zu schwerwiegenden körperlichen und psychischen Erkrankungen. Doch Psychoterror am Arbeitsplatz ist nicht nur für die Betroffenen verheerend – er verursacht auch hohe Kosten für die Betriebe, etwa durch die krankheitsbedingten Fehlzeiten der Mitarbeiter.

Was Betriebe tun können

Nach Möglichkeit sollten Arbeitgeber Konflikte gar nicht erst entstehen lassen. Hilfreich dabei ist es, für klare Arbeitsstrukturen und eindeutige Zuständigkeiten zu sorgen und Führungskräfte in Sachen Mitarbeiterführung, Kommunikation und Konfliktmanagement intensiv zu schulen. Treten dennoch Fälle von Mobbing auf, sollte darauf von Seiten der Geschäftsführung möglichst schnell mit Gesprächen und Mediationsangeboten reagiert werden.

Pflichten des Arbeitgebers

Denn Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, alles Erforderliche für den Schutz von Leben und Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu tun. Und dazu gehört auch die Wahrung eines gesunden Betriebsklimas. Erfährt also ein Arbeitgeber von einem Mobbing-Fall, muss er unverzüglich geeignete Gegenmaßnahmen zum Schutz des Opfers ergreifen. Wenn nicht, so das Urteil des Landesarbeitsgerichts (LAG) Thüringen, kann er zur Verantwortung gezogen werden, weil „er es unterlassen hat, Maßnahmen zu ergreifen oder seinen Betrieb so zu organisieren, dass eine Verletzung des Persönlichkeitsrechts ausgeschlossen wird". Konkret bedeutet dies, dass er einen mobbenden Mitarbeiter wegen seines schädlichen Verhaltens ermahnen oder abmahnen, versetzen und schließlich kündigen kann und muss (in schweren Fällen sogar fristlos). Kommt er seiner Schutzpflicht nicht nach, kann das Opfer seine Arbeitsleistung einstellen sowie Schadensersatz seiner durch Mobbing entstandenen Kosten und Schmerzensgeld vom Arbeitgeber verlangen.

Sie möchten mehr zum Thema wissen?

Die AOK Niedersachsen bietet Ihren Firmenkunden dazu das Seminar „Mobbing – Terror im Job“ an. Termine und Veranstaltungsorte erfahren Sie hier.

Hier finden Sie nützliche Infos rund um das Betriebliche Gesundheitsmanagement.

Stand: 15.12.2015

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