AOK Logo
AOK
Wählen Sie Ihre AOK
Baden-Württemberg Bayern Bremen-Bremerhaven Hssen Niedersachsen Mecklenburg-Vorpommern Berlin Brandenburg Schleswig-Holstein Westfalen-Lippe Thüringen Sachsen Rheinland-Pfalz Saarland HamburgRheinland Sachsen-Anhalt
Willkommen bei Ihrer AOK für Unternehmen
Schrift anpassen: A-AA+

Pfadnavigation

Hauptinhalt

Für Ihre Mitarbeiter

© Thinkstock/hannamonika
Krankengymnast mit Patientin

Medizinische Vorsorge und Rehabilitation

Der Arbeitnehmer informiert darüber, dass er eine Maßnahme zur medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation (umgangssprachlich: Kur) antreten möchte. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, auch während dieser Maßnahme das Entgelt fortzuzahlen. Einige Regeln sind aber zu beachten.

Der Arbeitnehmer zeigt eine medizinische Vorsorge oder Rehabilitation an

Zunächst ist der Arbeitnehmer am Zug. Der Arbeitnehmer muss dem Arbeitgeber den Beginn einer Maßnahme, ihre voraussichtliche Dauer und eine Verlängerung mitteilen. Dies muss er tun, sobald ihm diese Informationen vorliegen. Ein Telefonat ist dafür ausreichend. Der Arbeitnehmer legt den Bescheid oder eine Vorabinformation zur Bewilligung einer Maßnahme unverzüglich dem Arbeitgeber vor.

Maßnahme eines Sozialleistungsträgers

Für Medizinische Rehabilitationsmaßnahmen (Reha) ist überwiegend die Rentenversicherung zuständig. Nur im Ausnahmefall tritt eine Krankenkasse oder ein anderer Sozialleistungsträger ein (z. B. eine Berufsgenossenschaft wegen der Folgen eines Arbeitsunfalls). Für medizinische Vorsorgemaßnahmen sind in der Regel die Krankenkassen Kostenträger. Beide Maßnahmen werden ambulant oder wie in den meisten Fällen stationär in einer Einrichtung der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation durchgeführt.

Dauer

Die Dauer ist von der zu behandelnden Krankheit abhängig. Sie kann zwischen drei Wochen und mehreren Monaten liegen. Auch Verlängerungen sind möglich. Entgeltfortzahlung ist längstens für die ersten 42 Tage zu leisten.

Die „Reha“ beginnt während einer Arbeitsunfähigkeit

Wenn die Reha während einer Arbeitsunfähigkeit beginnt (z. B. eine Anschlussheilbehandlung nach einem Krankenhausaufenthalt), leistet der Arbeitgeber vom Beginn der Arbeitsunfähigkeit an für längstens sechs Wochen die Entgeltfortzahlung. Durch die Reha verlängert sich dieser Zeitraum nicht.

Der Arbeitnehmer ist während der Maßnahme arbeitsfähig

Die zu bezahlende Zeit der Arbeitsverhinderung beginnt mit dem Antritt und endet am letzten Tag der Maßnahme oder spätestens nach sechs Wochen. Am folgenden Arbeitstag ist die Arbeit wieder anzutreten.

Der Arbeitnehmer wird arbeitsunfähig aus der Maßnahme entlassen

Wird der zunächst arbeitsfähige Arbeitnehmer arbeitsunfähig aus der Reha entlassen, erhält er Entgeltfortzahlung für längstens sechs Wochen, gerechnet vom Beginn der Reha. Die Entgeltfortzahlung verlängert sich auch bei unterschiedlichen Krankheiten nicht.

Die weitere Arbeitsunfähigkeit wird zunächst durch die Einrichtung bescheinigt. Ansonsten ist es ausreichend, wenn die weitere Arbeitsunfähigkeit am nächsten Werktag nach der Entlassung ärztlich festgestellt wird.

Ist der Arbeitnehmer nach der Entlassung ggf. nur kurzfristig arbeitsfähig, entsteht ein neuer Anspruch auf Entgeltfortzahlung. War der Arbeitnehmer wegen derselben Krankheit bereits schon einmal krank, wird diese Zeit angerechnet.

Vorerkrankungen

Wie bei einer Arbeitsunfähigkeit werden auch Maßnahmen der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation auf die Entgeltfortzahlung wegen derselben Krankheit angerechnet.

Rechtsgrundlage

§ 9 EFZG

Stand: 10.11.2017

Marginalinhalt

Arbeitgeberhotline

0800 0265637
rund um die Uhr

0 Cent/Verbindung aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz.

Servicenavigator

Symbol Steuerrad

Entdecken Sie unsere Serviceangebote

Mitglied werden!

Welcome to AOK

AOK-Apps

Hand mit Smartphone

Hilfreiche Apps: ob beim Kochen oder Trainieren

Logo aok24