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© Thinkstock/Monkey Business Images
Zwei Frauen geben sich die Hand

Stufenweise Wiedereingliederung

Eine stufenweise Wiedereingliederung dient dazu, den arbeitsunfähigen Arbeitnehmer nach länger andauernder, schwerer Krankheit schrittweise an die volle Arbeitsbelastung am bisherigen Arbeitsplatz heranzuführen und so den Übergang zur vollen Berufstätigkeit zu erreichen.

Beteiligte

Eine Wiedereingliederung erfordert die Zusammenarbeit von Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Arzt und Krankenkasse (oder eines anderen Sozialleistungsträgers). Jeder Beteiligte kann die Wiedereingliederung anregen. Häufig geht die Initiative von der Krankenkasse aus. Der Arbeitgeber unterstützt die stufenweise Wiedereingliederung im Rahmen des betrieblichen Eingliederungsmanagements. Wenn eine Wiedereingliederung in den Betrieb nicht möglich ist, hat der Arbeitgeber die Gründe dafür darzulegen.

Der Betriebsrat ist berechtigt, den Arbeitnehmer bei einer stufenweisen Wiedereingliederung zu unterstützen. Ein Beteiligungsrecht des Betriebsrats besteht nicht.

Stufenplan

Grundlage der Wiedereingliederung ist ein Stufenplan, dem der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber zustimmen müssen. Darin werden z. B. die Dauer der Maßnahme und die einzelnen Stufen der zunehmenden Arbeitsbelastung geregelt. Der Stufenplan tritt während der Wiedereingliederung an die Stelle des Arbeitsvertrags und regelt die Rechte und Pflichten von Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Er kann Nebenabreden (z. B. über ein Arbeitsentgelt) enthalten.

Mit der individuell angepassten Steigerung von Arbeitszeit und Arbeitsbelastung wird angestrebt, den Genesungs- und Rehabilitationsprozess positiv zu beeinflussen. Dabei wird dem arbeitsunfähigen Arbeitnehmer die Möglichkeit gegeben, seine berufliche Belastbarkeit kennenzulernen, seine Selbstsicherheit wiederzugewinnen und die Angst vor Überforderung und einem Krankheitsrückfall abzubauen.

Wenn sich die Verhältnisse ändern, wird der Stufenplan angepasst und fortgeschrieben

Ziel

Während der Wiedereingliederung ist der Arbeitnehmer arbeitsunfähig. Die stufenweise Wiedereingliederung ist als rehabilitativ-therapeutische Maßnahme mit dem Ziel der vollen Wiederaufnahme der bisherigen beruflichen Tätigkeit unter ärztlicher Beobachtung anzusehen.

Ende der Wiedereingliederung

Die Maßnahme wird planmäßig nach der vereinbarten Zeit beendet. Der Arzt stellt fest, ob der Arbeitnehmer arbeitsfähig ist. Der Arbeitnehmer kann die Maßnahme abbrechen, wenn er sich überfordert fühlt. Die Wiedereingliederung kann auch vom Arbeitgeber vorzeitig beendet werden, wenn dafür ein sachlicher Grund vorliegt.

Arbeitsentgelt und Entgeltersatzleistungen

Der Arbeitnehmer bezieht während der Wiedereingliederung nach der Entgeltfortzahlung Krankengeld von seiner Krankenkasse (oder eine andere Sozialleistung, z. B. Übergangsgeld vom Rentenversicherungsträger). Der Arbeitgeber kann Arbeitsentgelt als freiwillige Leistung erbringen. Es wird auf die Höhe des Kranken- oder Übergangsgeldes angerechnet, wenn sie zusammen mit dem Kranken- oder Übergangsgeld das Nettoarbeitsentgelt um mehr als 50 Euro monatlich übersteigt.

Rechtsgrundlagen

§ 74 SGB V, § 28 SGB IX
Richtlinie des Gemeinsamen Bundesauschusses über die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit und die Maßnahmen zur stufenweisen Wiedereingliederung nach § 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 7 SGB V

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Stand: 10.11.2017

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