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Ausgabe August 2019

Newsletter gesundes unternehmen

Änderungen im Erstattungsverfahren

Bild "Änderungen im Erstattungsverfahren"
© krisanapong detraphiphat / Getty Images

Im Erstattungsverfahren ist die Ver­wen­dung personenbezogener Daten im Feld „Ver­wen­dungs­zweck“ mit der Datenschutz-Grund­ver­ord­nung unzulässig geworden. Weil das in der Praxis aber trotzdem noch vorkommt, wird die Ver­fah­rens­be­schrei­bung zum 1. Ja­nu­ar 2020 erweitert. Außer­dem wird die Beitragssatzdatei um Be­son­der­hei­ten bei der Erstattungshöhe ergänzt.

Die europaweit geltende Datenschutz-Grund­ver­ord­nung (DSGVO) gilt bereits seit dem 25. Mai 2018. Gleichwohl ist in der Pra­xis zu beobachten, dass im Da­ten­bau­stein Bank­ver­bin­dung (DBBV) das Feld „Verwendungszweck“ in unzulässiger Weise unter anderem mit der Personalnummer des Arbeitnehmers gefüllt wird. Mit dieser An­ga­be, die Rückschlüsse auf den Arbeitnehmer erlaubt, können die Krankenkassen allerdings keine da­ten­schutz­kon­for­me Überweisung vornehmen. Eine schnelle und automatisierte Verarbeitung der AAG-Er­stat­tungs­an­trä­ge wird damit weitestgehend verhindert.

 

Die Verfahrensbeschreibung für das Antragsverfahren auf Erstattung nach dem Auf­wen­dungs­aus­gleichs­ge­setz wird daher ab 1. Januar 2020 um folgende Aussage erweitert:

  • Personenbezogene Daten des Arbeitnehmers wie zum Beispiel Name, Ver­si­che­rungs­num­mer oder Personalnummer dürfen nicht im Feld Verwendungszweck übermittelt werden.

Für die Arbeitgeber und Mitarbeiter im Personal- und Lohnbüro bedeutet das: Die auch heute schon manuelle oder maschinelle Eingabe personenbezogener Daten im Ver­wen­dungs­zweck ist unzulässig und darf nicht mehr vorgenommen werden. Verwendet der Arbeit­ge­ber doch einen personenbezogenen Verwendungszweck, kann die Krankenkasse diesen nicht in der Erstattung angeben. Als Hinweistext wird stattdessen „Erstattung AAG“ ausgegeben.

 

Auch für die Softwareersteller von Entgeltabrechnungsprogrammen entsteht ein An­pas­sungs­be­darf. Künftig dürfen systemseitig keine Auswahlmöglichkeiten/Vorgaben über per­sonen­be­zo­ge­ne Angaben mehr angeboten werden. Die Entgeltabrechnungsprogramme sind bis zum 1. Januar 2020 anzupassen.

 

Erweiterung der Beitragssatzdatei

Eine weitere Änderung zum 1. Januar 2020 ist die Erweiterung der Beitragssatzdatei. Der Hin­ter­grund dieser Anpassung: Die Satzung einer Krankenkasse kann vorsehen, dass die bei Beschäftigungsverboten anfallenden Beitragsanteile pauschal mit 20 Prozent ab­ge­gol­ten wer­den. Die Höhe ist begrenzt auf tatsächlich zu entrichtende Beitragsanteile. Diese – bisher nicht vorgesehene Variante – wird in der Beitragssatzdatei ab dem 1. Januar 2020 mit der neuen Kennziffer 3 abgebildet. Für die maschinelle Umsetzung bedeutet das:

  • Keine Begrenzung des der Erstattung zugrunde liegenden Arbeitsentgelts auf die Beitrags­be­mes­sungs­gren­ze (Ausgangsbetrag) bei der pauschalen Berechnung des Beitrags.
  • Die tatsächlich zu entrichtenden Beiträge aus dem Ausgangsbetrag sind begrenzt auf die jeweilige Beitragsbemessungsgrenze. Einmalzahlungen werden nicht berücksichtigt, da sie nicht erstattungsfähig sind.
  • Der niedrigere Wert ist für die Erstattung maßgebend.

 

Beispiel 1:

Ausgangsbetrag = 750,00 €
Gesamtsozialversicherungsbeiträge 20 % =150,00 €
Tatsächliche Beiträge =150,94 €
Erstattung: 750,00 € (fortgezahltes Bruttoentgelt)
+ 150,00 € (Pauschale) =900,00 €
  
Beispiel 2: 
Ausgangsbetrag =7.500,00 €
Gesamtsozialversicherungsbeiträge 20 % =1.500,00 €
Tatsächliche Beiträge =1.141,32 €
Erstattung: 7.500,00 € (fortgezahltes Bruttoentgelt)
+ 1.141,32 € (tatsächliche Beiträge) =8.641,32 €

 

Die Informationstechnische Servicestelle der gesetzlichen Krankenversicherung wird die ma­schi­nel­le Beitragssatzdatei anpassen und eine Erfassung des neuen Wertes Ende 2019 mit einem Gültig-ab-Datum 1. Januar 2020 zulassen und über ihren Newsletter su.news ge­son­dert informieren.

 

Im Ergebnis können die Krankenkassen für das U2-Verfahren dann folgende Er­stat­tungs­varian­ten für die Arbeitgeber darstellen:

  • 0 = Erstattungssatz auf tatsächliche Beiträge in Prozent; bei U2 wird der Wert mit 100 Prozent vorgegeben.
  • 1 = pauschaler Zuschlag des fortgezahlten Arbeitsentgelts als Abgeltung der Beiträge in Prozent.
  • 2 = pauschaler Zuschlag des fortgezahlten Arbeitsentgelts begrenzt auf die Bei­trags­be­mes­sungs­gren­ze in Prozent.
  • 3 = pauschaler Zuschlag des fortgezahlten Arbeitsentgelts, jedoch nicht mehr als die tatsächlich zu entrichtenden Beiträge.


Mehr zur Sozialversicherung (SV) finden Sie unter „News“.

Eine gesunde Willkommenskultur

Bild zu "Eine gesunde Willkommenskultur"
© Westend61 / Getty Images

Wer sich die Zeit nimmt, einen neuen Mit­ar­bei­ter gründlich ins Unternehmen ein­zu­füh­ren, motiviert den Neuzugang und erspart sich langfristig Arbeit. Denn der neue Mit­ar­bei­ter kann sich schneller einbringen. Wie Führungskräfte beim sogenannten On­boar­ding vorgehen können.

Es braucht nicht viel, damit sich ein neuer Mitarbeiter sofort wohl an seinem Ar­beits­platz fühlt. Sein Vorgesetzter begrüßt ihn, führt ihn herum, stellt ihm die Kollegen vor. Der Arbeitsplatz ist fertig ausgestattet und wartet nur darauf, dass ihn der Neu­an­kömm­ling erkundet. Eine Liste mit grundlegenden Infos zum Arbeitsablauf ermöglicht eine erste Orientierung. Und um die Mittagszeit schlagen die Kollegen eine gemeinsame Pause vor. Der neue Mitarbeiter nimmt wahr, dass sich sein Arbeitgeber auf ihn vorbereitet hat und sich freut, ihn mit an Bord zu haben.

 

Ein solcher Willkommensprozess – das sogenannte Onboarding – wirkt motivierend. Gleich­zei­tig findet sich der Neuzugang schneller im Unternehmen zurecht und kann schneller in seine Aufgabe einsteigen. Davon profitieren sowohl Mitarbeiter als auch Unternehmen.

 

Denn es geht auch anders: Immerhin jeder Vierte hat schon einmal in der Probezeit gekün­digt. Ein gelungener Onboarding-Prozess kann das unter Umständen verhindern. Arbeitge­ber sparen damit langfristig Arbeit und Geld: Die Einstellung und Einarbeitung eines neuen Mit­ar­bei­ters kostet durchschnittlich ein halbes Jahresgehalt, heißt es in der aktuellen Studie „Onboarding im Fokus“ der Online-Jobbörse StepStone, in der rund 13.000 deutsche Fach- und Führungskräfte befragt wurden.

 

So gelingt der Start

In Konzernen sind bestimmte Onboarding-Prozesse bereits Standard. Kleinere und mitt­le­re Unternehmen (KMU) können sich daran orientieren. Die meisten Maßnahmen erfordern nicht einmal viel Aufwand. Elf Tipps:

1.) Arbeitsplatz vorbereiten: Sorgen Sie dafür, dass sich Ihr Neuzugang sofort mit seinem Arbeitsplatz und der zugehörigen Technik vertraut machen kann. Dazu gehören ein fest­ge­leg­ter Arbeitsbereich und gegebenenfalls ein – für ihn eingerichteter – Computer und ein Telefon.

2.) Einarbeitungsplan erstellen: Überlegen Sie sich, was der neue Mitarbeiter braucht, um erste Aufgaben zu erledigen. Muss er spezielle Programme kennenlernen? Braucht er eine Übersicht über bestimmte Themen, Kontaktdaten von Ansprechpartnern, Projekt- oder Ter­min­plä­ne? Diese Informationen sollten Sie in einer Übersicht zusammenstellen, die Sie oder ein Mentor in den ersten Wochen zusammen mit dem Neuzugang abarbeiten.

3.) Infopaket vorhalten: Ein neuer Mitarbeiter kann sich nicht alles merken, was er in den ersten Arbeitstagen aufschnappt. Bereiten Sie eine Mappe mit wichtigen Informationen rund um den Arbeitsalltag, Zugangsdaten und Abläufen vor, die er am ersten Arbeitstag bekommt.

4.) Team informieren: Teilen Sie Ihren Mitarbeitern frühzeitig mit, dass ein neuer Kollege anfängt. Die Kollegen können bereits Aufgaben für den Neuzugang vorbereiten, damit er von Anfang an in den Arbeitsalltag integriert wird.

5.) Mentor zur Seite stellen: Sprechen Sie vor dem ersten Arbeitstag des Neuzugangs einen Ihrer Mitarbeiter an, der seinen neuen Kollegen in den ersten Wochen unter seine Fittiche nehmen soll. So hat der neue Mitarbeiter stets einen Ansprechpartner – auch dann, wenn Sie als Führungskraft gerade nicht verfügbar sind. Auch werden seine An­fra­gen bei einer Person gebündelt.

6.) Fragen vorab klären: Geben Sie Ihrem neuen Mitarbeiter die Gelegenheit, schon vor dem ersten Arbeitstag Fragen mit Ihnen oder der Personalabteilung zu klären – zum Bei­spiel per Telefon.

7.) Begrüßen: Auch wenn Sie wenig Zeit haben – eine kurze Begrüßung sollten Sie ein­rich­ten können. Dabei sollte auch der neue Mitarbeiter die Gelegenheit haben, etwas über sich und seine Vorstellungen vom neuen Job zu sagen.

8.) Rundgang machen: Führen Sie Ihren neuen Mitarbeiter einmal über das Gelände. Zei­gen Sie ihm die verschiedenen Räumlichkeiten und stellen Sie ihm die Kollegen vor. Damit sinkt bei ihm die Hemmschwelle für Fragen. Auch geben Sie damit Ihren bisherigen Mit­ar­bei­tern die Gelegenheit, erste Worte mit dem Neuankömmling auszutauschen.

9.) Aufgaben besprechen: Nach der Begrüßung sollte Gelegenheit sein, über erste Auf­ga­ben zu reden, die der Mitarbeiter angehen kann. Dabei sollten Sie genau erklären, was von ihm erwartet wird und worauf er bei der Aufgabe besonders achten sollte. Der Mit­ar­bei­ter ist da­durch beschäftigt – und Sie erkennen, wie er an Aufgaben herangeht und wo seine Stärken liegen.

10.) Schulungen anbieten: Braucht ein neuer Mitarbeiter bestimmte Fähigkeiten für den Job, sollten Sie ihm die Möglichkeit geben, eine Schulung zu besuchen. So hat er das Gefühl, ge­for­dert zu werden – und Sie profitieren von seinem gesteigerten Fachwissen.

11.) Feedback-Gespräch führen: Zu einem gelungenen Onboarding gehört auch ein erstes Feedback-Gespräch – spätestens nach dem ersten Monat im Job. Haben sich die Er­war­tun­gen des Mitarbeiters erfüllt? Was ist ihm schwergefallen, wo braucht er noch Un­ter­stüt­zung? Diese Fragen sollten Sie klären. 70 Prozent der Neuzugänge empfinden ein solches Gespräch laut StepStone-Studie als hilfreich.

So unterstützt die AOK

Nicht nur am ersten Tag, sondern langfristig ist es wichtig für Beschäftigte, dass Füh­rungs­kräf­te ansprechbar sind und sie unterstützen. Wie das im Joballtag aussehen kann, können Führungskräfte im AOK-Online-Programm „Gesund führen“ trainieren. Mit sechs Modulen hilft die AOK Führungskräften dabei, ihr Führungsverhalten zu re­flek­tie­ren und zu verbessern, die eigene Gesundheit zu stärken und Mitarbeiter ge­sund und leis­tungs­fä­hig zu erhalten.

Melden Sie sich kostenfrei über das Online-Formular beim Programm an.

Risiko für Hauterkrankungen lässt sich mindern

Bild zu "Risiko für Hauterkrankungen lässt sich mindern"
© Paul Bradbury / Getty Images

Hauterkrankungen sind die mit Abstand häufigs­ten Berufskrankheiten. Mit ver­hält­nismä­ßig wenig Aufwand können Un­ter­nehmen Ar­beits­um­feld und -bedingungen jedoch so ge­stal­ten, dass das Risiko für Haut­er­kran­kun­gen sinkt.

Rund 21.400 berufsbedingte Haut­er­kran­kungen wurden im Jahr 2017 angezeigt. Das geht aus dem „Un­fall­ver­hü­tungs­bericht Arbeit“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hervor. Die Zahl entspricht einem Viertel aller Meldungen.
 

Pflichten der Arbeitgeber

Arbeitgeber sind im Rahmen des Arbeitsschutzes dazu verpflichtet, ihre Beschäftigten vor arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren zu schützen. So müssen sie beispielsweise Hand­schuhe zum Schutz der Hände vor gefährlichen Arbeitsstoffen und Mittel zur Hautreinigung und -pflege zur Verfügung stellen. Auch technische Maßnahmen wie der Einsatz von schat­ten­spen­den­den Sonnensegeln sind vorgeschrieben.

 

Welche Maßnahmen schützen können

Arbeitgeber können oft schon mit wenigen Maßnahmen für mehr Schutz der Haut ihrer Mitarbeiter sorgen.

  • Tätigkeiten der Mitarbeiter variieren: Um die Belastung für den Einzelnen zu verringern, reicht es manchmal schon aus, die Aufgaben anders zu verteilen. Bei Friseuren sind die Auszubildenden beispielsweise die meiste Zeit damit beschäftigt, die Haare der Kunden zu waschen. Hier wäre es sinnvoll, sie zwischendurch auch mit anderen Aufgaben zu betrauen.

  • Schutzregeln am Arbeitsplatz aufstellen: Um die Haut der Beschäftigten zu schützen, hilft es, einfache Handlungsempfehlungen auszuhängen, an denen sich die Mitarbeiter ori­en­tie­ren können. Das können Hygienevorschriften sein oder Gebrauchsanweisungen für die Nut­zung von Handschuhen bei Tätigkeiten, die besonderen Schutz benötigen.

  • Für gesunde Luftfeuchte sorgen: Das Raumklima kann die Hautgesundheit der Mit­ar­bei­ter stark beeinflussen. Es ist nachgewiesen, dass trockene und juckende Haut in di­rek­tem Zu­sam­men­hang mit niedriger Luftfeuchte steht. Hier können Luftbefeuchter oder Pflan­zen helfen.

  • Vor Sonne schützen: Vor allem im Sommer kommt es darauf an, die Beschäftigten aus­rei­chend vor der Sonne zu schützen. Das heißt: Auch bei hohen Temperaturen ist es wich­tig, auf Arbeitskleidung zu bestehen. Mütze, Nackenschutz und Sonnenbrille ge­hö­ren ebenfalls dazu.

  • Arbeitszeiten anpassen: Sind die Beschäftigten häufig der Sonne ausgesetzt, kann sich eine vorübergehende Anpassung der Arbeitszeit lohnen. Der UV-Index des Bundesamts für Strahlenschutz gibt einen Überblick darüber, wie hoch die Sonnenbrandgefahr durch die derzeitige Sonnen-UV-Strahlung ist. Arbeitgeber können sich daran orientieren, um Mit­ar­bei­ter während der Arbeitszeit möglichst wenig mit Sonnenstrahlung zu belasten. Um die Mittagszeit etwa ist die Strahlung meist sehr hoch – hier empfiehlt sich eine län­gere Pause oder ein Arbeitsbeginn am frühen Morgen.

  • Bei den Hauterkrankungen handelt es sich meist um Handekzeme – Entzündungen der Haut also, die häufig nässen, Bläschen bilden und durch feine Risse sehr schmerzhaft sein können. Besonders belastend für die Haut sind Feuchtarbeiten, also der wieder­hol­te Kon­takt mit Wasser und Reinigungsmitteln. Aber auch der Umgang mit Che­mi­ka­lien, Des­in­fek­ti­ons­mit­teln und Baustoffen oder häufige UV-Strahlung ist schädlich für die Schutz­schicht der Haut. Im schlimmsten Fall können die gesundheitlichen Probleme dazu führen, dass Beschäftigte ihren Beruf aufgeben müssen.

So unterstützt die AOK

In der Pflege, im Handwerk oder in der Gastronomie: Empfehlungen zum Haut­schutz für Ihre Beschäftigten sind von der Branche und der Tätigkeit abhängig. Über den Haut­schutz hinaus finden Sie weitere branchenspezifische Informationen zum ge­sund­heits­ge­rech­ten Arbeitsplatz im Gesundheitsbereich des AOK-Arbeit­geber­por­tals.

Wenn Hautkrebs bereits im Frühstadium entdeckt wird, ist die Heilungschance be­son­ders hoch. Daher sollten Beschäftigte bei Hautveränderungen aufmerksam sein und sich von einem Hautarzt untersuchen lassen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Aktuell notiert

News

Sachbezüge für Unterkunft und Verpflegung steigen

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat mit dem Entwurf der Elften Ver­ord­nung zur Änderung der Sozialversicherungsentgeltverordnung die beabsichtigte Er­hö­hung der Sachbezugswerte bekannt gegeben. Danach soll der Wert der als Sach­bezug zur Verfügung gestellten Verpflegung von 251 Euro auf 258 Euro, der Wert für Un­ter­kunft von 231 Euro auf 235 Euro angehoben werden.

Neue Möglichkeit beim Krankenkassenwahlrecht

Der GKV-Spitzenverband hat die Ergebnisniederschrift der Fachkonferenz Beiträge vom 12. Juni 2019 veröffentlicht. Gegenstand der Niederschrift sind unter anderem die Grund­sätz­li­chen Hinweise zum Krankenkassenwahlrecht. Diese wurden aufgrund der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts vom 11. September 2018 (B 1 KR 10/18 R) aktualisiert. Künftig ist im Zuge einer Statusänderung (zum Beispiel bei einem Ar­beit­ge­ber­wech­sel) ein Krankenkassenwechsel außerhalb des Kün­di­gungs­ver­fah­rens mög­lich, wenn die Bindungsfrist bei der bisherigen Krankenkasse erfüllt ist.

 

Ergebnisniederschrift

Beschäftigte in Österreich feiern an Brückentagen nicht krank

Brückentage vor und nach Feiertagen sind für Beschäftigte kein Anlass, „sich vor der Arbeit zu drücken“, heißt es in einer aktuellen Studie aus Österreich, die als IZA Dis­cus­sion Paper erschienen ist. Tatsächlich meldeten sich Beschäftigte an Tagen, die zwischen Feiertagen und dem Wochenende liegen, sogar seltener krank als an re­gu­lä­ren Montagen oder Freitagen. Die Forscher untersuchten die Krank­heits­ta­ge und Grün­de für Krankschreibungen in mehr als 67.000 Unternehmen in den Jahren 2006 bis 2016.

Ihr Ergebnis erklären sich die Studienautoren unter anderem damit, dass Be­schäf­tig­te nicht den Eindruck erwecken wollen, Brückentage für eigene Zwecke aus­zu­nut­zen. Zwei weitere Gründe: Einige Arbeitgeber geben Beschäftigten an Brückentagen extra frei. Und manch ein Beschäftigter nimmt sich für Brückentage Urlaub.

Eine gesunde Organisation im Unternehmen senkt die Krankenstände und fängt krank­heits­be­ding­te Ausfälle besser auf. Wie Sie Ihre Mitarbeiter motivieren und mit Fehl­zei­ten umgehen, erfahren Sie hier.

Digitalexperten schätzen Work-Life-Balance und Fortbildungen

Für Beschäftigte mit besonderer Digitalexpertise ist eine Work-Life-Balance die wichtigs­te Jobanforderung. Das geht aus der internationalen Arbeitsmarktstudie „Decoding Digital Talent“ von StepStone, der Boston Consulting Group und dem globalen Jobbörse-Netzwerk The Network hervor. Als Digitalexperten definieren die Autoren Beschäftigte, die in den Bereichen der Datenanalyse, des digitalen Mar­ke­tings oder auch der Automation arbeiten. Digitalexperten legen darüber hi­naus viel Wert darauf, am Arbeitsplatz zahlreiche Lernmöglichkeiten wie etwa Fortbildungen zu haben.

Bei der Studie konnten die Teilnehmer zwischen 26 Jobfaktoren wählen, die ihnen wichtig sind. Landeten die Work-Life-Balance und die Möglichkeit der Fortbildung auf den ersten beiden Plätzen, verorteten Digitalexperten den Wunsch nach einer guten Beziehung zu Kollegen nur auf Platz vier. Beschäftigte, die nicht in der Di­gi­tal­bran­che arbeiten, empfinden das hingegen als wichtigste Jobanforderung. Darüber hi­naus sind Digitalexperten eher dazu bereit, ins Ausland zu gehen, als Fachkräfte mit anderen Fähigkeiten (67 Prozent gegenüber 55 Prozent).

Wie Führungskräfte ihre Mitarbeiter dabei unterstützen können, ein gesundes Gleich­ge­wicht am Arbeitsplatz zu finden, lesen Sie hier.

Arbeit von zu Hause stimmt Beschäftigte zufriedener

Wer im Homeoffice arbeiten kann, ist zufriedener mit seinem Job. Das gilt vor al­lem für Beschäftigte ohne Kinder unter 16 Jahren: Bei Frauen steigt die Zu­frie­den­heit durch die Arbeit von zu Hause um durchschnittlich 10 Prozent, bei Männern um 6 Pro­zent. Das geht aus einer aktuellen Studie des Leibniz-Zentrums für Euro­pä­i­sche Wirtschaftsforschung hervor.

Gleichzeitig arbeiten kinderlose Angestellte im Homeoffice durchschnittlich eine Stun­de pro Woche mehr, ohne dafür bezahlt zu werden. Das ändert allerdings nichts an ihrer Zufriedenheit durch das Homeoffice. Bei Beschäftigten mit Kindern ist der Zu­frie­den­heits­ef­fekt durch das heimische Büro hingegen nicht signifikant.

Grundsätzlich steigert eine gesunde Organisation des Unternehmens das Wohl­be­fin­den der Beschäftigten. Wie Sie auf die Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter eingehen, er­fah­ren Sie hier.

Eintönige Arbeit stört Beschäftigte oft nicht übermäßig

Ständig wiederkehrende Arbeitsvorgänge empfindet ein Großteil der Beschäftigten nicht als belastend. Ein Drittel der Männer und 38 Prozent der Frauen stört es nicht, monotone Tätigkeiten auszuführen. Belastet fühlen sich dadurch bei den Männern nur 8, bei den Frauen 9 Prozent. Das geht aus der aktuellen Broschüre der Bun­des­an­stalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hervor, die die BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2018 zitiert.

Damit stören sich Beschäftigte weniger an Arbeit mit ständig wiederkehrenden Vor­gän­gen als an Arbeit, bei der sie unter starkem Termin- und Leistungsdruck stehen. Jene empfindet knapp ein Drittel der Männer belastend, bei den weiblichen Be­schäf­tig­ten sind es fast 40 Prozent.

Wer unter besonderem Zeitdruck arbeitet, muss auf seine psychische Gesundheit ach­ten. Lesen Sie hier, wie Führungskräfte Stress bei ihren Mitarbeitern erkennen – und wie sie gesunde Bewältigungsstrategien entwickeln.

Aktionen und Angebote

AOK-Fachbroschüre mit Tipps für Ausbilder

Seit dem 1. August sind in vielen Betrieben die neuen Auszubildenden da. Ihre Aus­bil­der sind Lehrer, Coach und Führungskraft in Personalunion. Sie spielen eine wich­ti­ge Rolle bei der Förderung junger Talente und sichern dem Arbeitgeber gleichzeitig drin­gend benötigte qualifizierte Fachkräfte.

 

Die AOK unterstützt Ausbildungsbetriebe und Ausbilder unter anderem mit der Fach­bro­schü­re „Erfolgreich ausbilden“ aus der Reihe „gesundes unternehmen“. Die Bro­schü­re enthält nicht nur die wichtigsten sozialversicherungs- und ar­beits­recht­li­chen Grundlagen, sondern auch Themen wie Motivation und Konfliktmanagement.

 

Hier können Sie die Fachbroschüre „Erfolgreich ausbilden“ kostenfrei anfordern.

Innovative Ansätze wurden ausgezeichnet

Vielen Menschen fällt es in Gesundheitsfragen nicht leicht, die richtigen Ent­schei­dun­gen zu treffen. Das kann auch Auswirkungen auf Unternehmen haben, etwa wenn Beschäf­tig­te erst im fortgeschrittenen Krankheitsstadium zum Arzt gehen und dann län­ger ausfallen. Auch die Rückkehr in den Job nach einem Krankenhausaufenthalt ist häufig mit großer Unsicherheit verbunden. Denn viele Patienten stellen sich die Frage „Was hab’ ich?“ und wünschen sich eine verständliche Erklärung des Befunds.

 

Deshalb wurde unter anderem das Projekt „Was hab’ ich?“ mit dem Berliner Ge­sund­heits­preis ausgezeichnet. Mit der automatisierten Lösung, die bundesweit in vielen Krankenhäusern eingesetzt werden kann, erhalten Patienten verständliche In­for­ma­tionen.

 

Weitere Informationen zum Berliner Gesundheitspreis und den anderen prämierten Projekten finden Sie hier.

Wie Betriebe dem Fachkräftemangel begegnen können

Um den demografisch bedingten Rückgang des Arbeitskräfteangebots auf ein für die Wirtschaft verträgliches Maß zu begrenzen, benötigt Deutschland bis zum Jahr 2060 jährlich mindestens 260.000 Zuwanderer. Das ist das Ergebnis einer von der Ber­tels­mann Stiftung in Auftrag gegebenen Studie. Auch in vielen kleinen und mit­tel­stän­di­schen Betrieben fehlen zunehmend Beschäftigte.

 

Die AOK informiert deshalb in einem kostenfreien 60-minütigen Online-Seminar darü­ber, wie Unternehmen geeignete ausländische Fachkräfte rekrutieren und erfolgreich im Betrieb integrieren können.

 

Weitere Informationen und Anmeldung

Bild zu "Stiftung Warentest: moodgym bei Depressionen empfehlenswert"

Stiftung Warentest: moodgym bei Depressionen „empfehlenswert“

Online-Selbsthilfeprogramm der AOK mit guten Nutzenbelegen

Die AOK bietet in Zusammenarbeit mit der Univer­si­tät Leipzig zur Prävention und zur Linderung depressiver Symptome das Selbst­hilfe­pro­gramm moodgym. Nun hat die Stiftung Wa­ren­test das Online-Angebot unter die Lupe ge­nom­men und mit „empfehlenswert“ be­wer­tet. Ge­tes­tet wurden acht Programme zur Unter­stüt­zung bei Depressionen, drei weitere wer­den emp­foh­len, deren Teilnahmegebühr be­trägt aber bis zu 359 Euro. Das Programm moodgym hin­ge­gen steht allen Interessierten zur anonymen und kostenlosen Nutzung zur Verfügung. Die Zeitschrift „test“ lobt: „Nie­drig­schwel­li­ger geht es nicht.“ Besonders die „gu­ten Nutzenbelege“ hebt die Stiftung Warentest bei ihrer Bewertung hervor.

Das Online-Programm zeigt den Nutzern, wie ne­ga­ti­ve Gefühle und depressive Symptome zu­sam­men­hän­gen und wie diese Ge­dan­ken­mus­ter ersetzt werden können, um die Le­bens­qua­li­tät der Betroffenen zu verbessern.

Kontakt

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf:

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