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Pauschalbesteuerung: Aufmerksamkeiten vom Arbeitgeber

© Getty Images / MangoStar_Studio
Pauschalbesteuerung

Hochzeit, Betriebsjubiläum, ein runder Geburts­tag: Viele Unternehmen möchten ihren Beschäftigten oder Geschäftspartnern bei besonderen persönlichen Anlässen eine kleine Aufmerksamkeit zukommen lassen. Das Bundesministerium der Finanzen hat nun die steuer- und so­zi­al­ver­si­che­rungs­recht­li­che Be­ur­tei­lung dieser Sach­zu­wen­dungen klar­gestellt.

 

Aufmerksamkeiten bis zu einem Wert von 60 Euro führen nicht zu steuerbaren und steuerpflichtigen Einnahmen und gehören daher auch nicht zur Bemessungsgrund­lage der Pauschalsteuer. Das hat das Bundesministerium der Finanzen (BMF) nun prä­zi­siert.

 

Die Begünstigung gilt schon länger – nicht nur für die eigenen Mitarbeiter, sondern auch für Geschäftspartner und andere Nichtarbeitnehmer. Unterschiede gibt es für den Ar­beit­ge­ber aber beim Betriebsausgabenabzug. Während Aufmerksamkeiten für eigene Mit­ar­bei­ter als Betriebsausgabe vom Gewinn immer voll abzugsfähig sind, dürfen Auf­merk­sam­kei­ten an Ge­schäftspartner und andere Nichtarbeitnehmer den Gewinn nur mindern, wenn sie netto, also ohne Umsatzsteuer, nicht mehr als 35 Euro je Beschenkten pro Jahr betragen. Unstrittig war bisher, dass diese Regelung für Geschenke Anwendung findet. Die Klarstellung, dass die ent­sprechende Anwendung auch für Aufmerksamkeiten gelten soll, war notwendig ge­wor­den, weil das BMF in einer früheren Veröffentlichung die ir­ri­tie­ren­de Aussage getroffen hatte, dass Aufmerksamkeiten keine Geschenke sind.

Pauschalbesteuerung von Gewinnen und Prämien denkbar

Sachgewinne aus Verlosungen, Preisausschreiben und sonstigen Gewinnspielen sowie Prämi­en aus einer Neukundengewinnung führen nach der Präzisierung beim Empfänger re­gel­mä­ßig nicht zu steuerbaren und steuerpflichtigen Einnahmen. Sollte es in diesen Fällen doch zu steuerpflichtigen Einnahmen kommen, ist eine Pauschalbesteuerung grundsätz­lich möglich. Damit schränkt das BMF seine bisherige generelle Ablehnung der Pausch­be­steuerung ein.

 

Soweit diese Änderungen dazu führen, dass auch Sachzuwendungen pauschal besteuert wer­den können, die zuvor nicht in die Bemessungsgrundlage einzubeziehen gewesen wären, kann der Arbeitgeber entscheiden, ob er die Änderungen auch für vor dem 1. Juli 2018 ver­wirklichte Sachverhalte anwenden will.

Die Grundsätze der Pauschalbesteuerung:

  • Alle innerhalb eines Wirtschaftsjahres erbrachten und betrieblich veranlassten Sach­zu­wen­dun­gen und -geschenke an Geschäftspartner, Kunden und andere Nichtarbeitnehmer kön­nen Arbeitgeber pauschal mit 30 Prozent versteuern (vgl. § 37b Abs. 1 EStG)

    • Diese pauschal besteuerten Sachzuwendungen sind beitragsfrei

  • Betrieblich veranlasste Sachzuwendungen an die eigenen Mitarbeiter, die zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitsentgelt erbracht werden, können Arbeitgeber pauschal mit 30 Prozent versteuern (vgl. § 37b Abs. 2 EStG)

    • Pauschal besteuerte Sachzuwendungen und Geschenke an die eigenen Mitarbeiter sind in der Sozialversicherung beitragspflichtig

Stand: 1.10.2018

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