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Pflegeversicherung

Versicherungspflicht, Meldungen und Beiträge

Versicherungspflicht

Die Pflegeversicherung folgt überwiegend den Regeln der Krankenversicherung. Das gilt auch für den Kreis der Versicherten. „Pflegeversicherung folgt Krankenversicherung“ bedeutet konkret: Wer gesetzlich krankenversichert ist, der ist auch gesetzlich pflegeversichert. Das gilt für Pflichtversicherte ebenso wie für freiwillige Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung. Hinzu kommen der familienversicherte Ehegatte oder Lebenspartner und Kinder, die ebenfalls – wie in der Krankenversicherung – beitragsfrei versichert sind.

Meldungen und Beiträge

SGB IV und DEÜV regeln das Meldeverfahren zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung. Die Datenannahmestellen der Krankenkassen nehmen auch die Meldungen der Arbeitgeber zur Pflegeversicherung ihrer Beschäftigten entgegen.

Für freiwillig Versicherte gilt: Eine Anmeldung zur freiwilligen Krankenversicherung ist zugleich die Anmeldung zur sozialen Pflegeversicherung.

Die Beiträge zur Pflegeversicherung tragen Beschäftigte und Arbeitgeber je zur Hälfte. Für kinderlose Versicherte erhöht sich vom vollendeten 23. Lebensjahr an der Beitragssatz um 0,25 Prozent. Dieser Beitragszuschlag ist vom Versicherten allein zu tragen.

Der Beitragssatz für die Mitglieder der sozialen Pflegeversicherung ist gesetzlich geregelt:

Beitragssatz für Mitglieder der sozialen Pflegeversicherung
Mitglieder Beitragssatz
Allgemein 3,05 Prozent
Kinderlose 3,3 Prozent
Beamte 1,525 Prozent
Kinderlose Beamte 1,775 Prozent

Das gilt auch für den Beitragszuschlag für Kinderlose in Höhe von 0,25 Prozent. Eine Sonderregelung: In Sachsen führen Arbeitnehmer einen Beitragsanteil von 2,025 Prozent (Kinderlose: 2,275 Prozent) ab, Arbeitgeber entrichten 1,025 Prozent.

Bei der Beitragsermittlung für die Pflegeversicherung werden dieselben Einnahmen wie beim Krankenversicherungsbeitrag berücksichtigt. Das ist bei Arbeitnehmern grundsätzlich das Arbeitsentgelt.

Die Beiträge zur Pflegeversicherung werden bei freiwilligen Mitgliedern einer Krankenkasse nach den Einnahmen zum Lebensunterhalt berechnet. Dabei wird mindestens ein Betrag von 1.038,33 Euro berücksichtigt (2019). Die monatlichen Einnahmen werden höchstens bis zur Beitragsbemessungsgrenze der Krankenversicherung herangezogen (2019 bundeseinheitlich 4.537,50 Euro).

Berechtigte Angehörige sind beitragsfrei familienversichert. Bei Kindern sind Altersgrenzen zu beachten. Für Auszubildende mit einem Entgelt bis zu 325 Euro, für Personen, die einen Jugendfreiwilligendienst leisten, und für Beschäftigte mit einem monatlichen Arbeitsentgelt in der Gleitzone bzw. Übergangsbereich gelten hinsichtlich der Beiträge besondere Bedingungen.

Beitragszuschuss

Der Anspruch des Versicherten auf einen Zuschuss zum Pflegeversicherungsbeitrag gegen den Arbeitgeber erstreckt sich nicht auf den Beitragszuschlag für Kinderlose.

Weitere Informationen zu den Themen:

Stand 1.1.2019

Marginalinhalt

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