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Expertentipp: Im Lot sitzen

Der Wissenschaftler Dr. Fritz Andreas Schön hat an der RWTH Aachen das Sitzen erforscht. Im Interview verrät er seine wichtigsten Erkenntnisse.

Wie schafft man es im Lot zu sitzen und seine Position regelmäßig zu verändern?
Man sitzt automatisch im Körperlot, wenn sich das Becken in einer ähnlich gekippten Position befindet wie beim Gehen und Stehen. Deshalb lautet mein Merksatz: „Sitze stets so, wie du stehst und gehst!“. Leider ist eine lotgerechte Sitzhaltung ein einziger Kampf mit der Schwerkraft, weil Letztere auf die Wirbelsäule automatisch ein Beugemoment ausübt, was zwangsläufig zur Rundrückenbildung führt.

Was ist beim richtigen Sitzen wichtiger: ein guter Stuhl oder das richtige Sitzverhalten?
In erster Linie das richtige Sitzverhalten und dann ein guter Arbeitsstuhl, dessen Mechanik das richtige Sitzverhalten unterstützt. Das setzt eine Rückenlehnen-Mechanik voraus, deren Gegendruck auf das Körpergewicht der betreffenden Person eingestellt werden kann und eine automatische gewichtsabhängige Sitzneigung bis zu einem Neigungsgrad von maximal −12 Grad besitzt. Da beide Mechaniken arretiert werden können, erfüllt ein solcher Arbeitsstuhl erst dann seinen vollen Zweck, wenn sich die Mechaniken in der nicht arretierten Form befinden.

Viele Bürostuhlhersteller werben doch mit Stühlen, auf denen man dynamisch sitzen kann?
Der Begriff wird geradezu inflationär verwendet. Bei allen Mechaniken, bei denen nur eine Relativbewegung zwischen Rückenlehne und einer starren, horizontalen Sitzfläche erfolgt – und dies ist bei den meisten Bürostühlen der Fall –, findet bei vollem Rückenlehnenkontakt lediglich eine Bewegung in den Hüftgelenken statt und nirgendwo sonst. Bewegungen innerhalb der Wirbelsäule finden erst dann statt, wenn sie sich bei einem Arbeitsstuhl mit automatischer Sitzneigung in einer lotgerechten Position befindet. Erst dann schwingt die Wirbelsäule durch das nach vorne gekippte Becken im Körperlot – sowohl mit als auch ohne Rückenlehnenkontakt.

Ist es denn grundsätzlich sinnvoll, dass ein Stuhl die Lendenwirbelsäule stützt, oder ist es besser, frei zu sitzen?
Die Rückenlehne eines Bürostuhls stellt im Grunde genommen eine „Krücke“ für die Wirbelsäule dar, auf der sie sich mit beginnender Ermüdung abstützen kann. Denn selbst der Haltungsgesündeste und Muskelaktivste unter uns kann nicht im Ansatz einen Acht-Stunden-Tag in einer freien Sitzhaltung verbringen. Eine freie Sitzhaltung ohne Rückenlehnenunterstützung ist ohnehin nur in der vorderen oder mittleren Sitzhaltung möglich und sollte oft genug eingenommen werden, um eine gesunde Wirbelsäulenbeweglichkeit zu ermöglichen. Eine lotgerechte Wirbelsäulenhaltung auf der Sitzvorderkante funktioniert aber eben nur bei Bürostühlen mit ausreichendem Sitzneigungswinkel, der in diesem Fall eine Art „Sitzkeileffekt“ hat.

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