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Jung und Alt im Betrieb: Gutes Miteinander der Generationen

Hier hören Sie den Radiobeitrag

Text zum Radiobeitrag

Moderator: Jung und Alt gemeinsam in einem Team – das kann für Unternehmen von großem Nutzen sein. Sie kombinieren individuelle Fähigkeiten mit unterschiedlichem Wissen und Erfahrung. Große Altersunterschiede können aber auch zu Konflikten führen. Grund dafür können unterschiedliche Denk- und Arbeitsweisen sowie Vorurteile sein. Beispielsweise werden ältere Mitarbeiter als unflexibel abgestempelt, während die jüngeren für ahnungslos gehalten werden. Um dem vorzubeugen, ist unter anderem die richtige Team­zusammen­setzung wichtig. Patricia Lück ist Referentin für Betriebliche Gesundheitsförderung im AOK-Bundesverband. Sie erklärt:

Patricia Lück: Also es sollen alle Altersgruppen am besten vertreten sein und nicht nur extreme Besetzungen. Und worauf man noch achten könnte, wäre, dass Mitglieder die ältere Mitarbeiter wertschätzen und die die Zusammenarbeit zwischen Jung und Alt auch wertschätzen und Erfahrung abgeben können und sich gerne austauschen, dass die natürlich prädestiniert sind in einem solchen Team zu arbeiten.

Moderator: Vor allem in großen Unternehmen ist Altersdiskriminierung ein Thema. Das zeigt der aktuelle Report der Initiative Arbeit und Gesundheit – kurz iga. Demnach werden altersbezogene Konflikte in großen Unternehmen stärker wahrgenommen als ins kleineren Firmen. Patricia Lück ist im AOK-Bundesverband zuständig für iga. Dass das Zusammenarbeiten von Jung und Alt klappt, hängt Lück zufolge zu einem großen Teil von den Führungskräften ab.

Patricia Lück: Das heißt Führung ohne Schere im Kopf im Bezug auf Alter, die wirklich Mitarbeiter nach den Kompetenzen fördert und auswählt, die sie haben und weiterbildet in den Feldern, wo sie eben nicht so stark sind. Das sind eigentlich geeignete Führungskräfte, um das Thema gutes Miteinander der Generationen im Unternehmen voran zu bringen.

Moderator: Kommt es doch zur Altersdiskriminierung und zu Konflikten, rät Lück dazu, dass Führungskräfte das Thema aktiv angehen und mit den Mitarbeitern besprechen, …

Patricia Lück: … sonst schaukelt sich so ein Konflikt auf und da muss man natürlich den Führungskräften auch Handwerkszeug an die Hand geben und kann die zum Beispiel auch schulen zu dem Thema und kann schulen, wie kann ich Mitarbeiter kompetent führen, ohne dass ich sie in irgendeiner Form diskriminiere, in Schubladen stecke.

Moderator: Weitere Infos zur Initiative Gesundheit und Arbeit gibt es im Internet unter: www.iga-info.de.

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