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Studenten und Praktikanten

Meldungen und Umlagen

Arbeitgeber haben bei Beschäftigungen von Studenten die gleichen Meldungen zur Sozialversicherung einzureichen wie bei Arbeitnehmern. Es gelten die Vorschriften der DEÜV.

Fallen bei der Beschäftigung eines Studenten reguläre Beiträge zur Rentenversicherung an, ist die Personengruppe stets mit Kennziffer „106“ zu verschlüsseln; die maßgebliche Beitragsgruppe ist in diesem Fall grundsätzlich „0100“.

  • Bei Mehrfachbeschäftigung eines Studenten kann es in Verbindung mit der Personengruppe „106“ auch noch zur Beitragsgruppe „6100“ kommen. Das gilt dann, wenn eine zweite geringfügig entlohnte Beschäftigung neben einer Hauptbeschäftigung ausgeübt wird. Allerdings nur, wenn insgesamt die Grenze von 20 Stunden pro Woche nicht überschritten wird, also trotz mehrerer Beschäftigungen das Studentenprivileg weiterhin Anwendung findet.
  • Kommt es infolge Überschreitung der einschlägigen Grenzen (20 Wochenstunden/182 Kalendertage oder drei Monate/70 Kalendertage während der Vorlesungszeit) zum Verlust des Status „Student“, ist die zutreffende Personengruppe mit „101“ sowie die Beitragsgruppe mit „1111“ zu melden.
  • Wenn der Student nur im Rahmen einer geringfügig entlohnten bzw. kurzfristigen Beschäftigung arbeitet, sind folgende Kombinationen denkbar:
    • Personengruppe „109“/Beitragsgruppe „6500/0500“ (bei Befreiung von der grundsätzlichen Rentenversicherungspflicht, ansonsten Beitragsgruppe „6100“ oder „0100“)
    • Personengruppe „110“/Beitragsgruppe „0000“
    • Teilnehmer an dualen Studiengängen sind mit der Personengruppe „102“ (Auszubildende ohne besondere Merkmale) zu melden. Übersteigt allerdings das Arbeitsentgelt die Geringverdienergrenze von 325 Euro nicht, gilt als Personengruppe „121“, da sie von der Zahlung eines kassenindividuellen Zusatzbeitrags ausgenommen sind. In Zeiten, in denen Teilnehmer an dualen Studiengängen kein Arbeitsentgelt erzielen, sind sie mit der Personengruppe „102“ als versicherungspflichtig zur Berufsausbildung Beschäftigte zur Renten- und Arbeitslosenversicherung zu melden.

Ausgleich der Arbeitgeberaufwendungen

Bei der Feststellung der Teilnahme eines Arbeitgebers am Ausgleich der Arbeitgeberaufwendungen (Umlageversicherung) werden beschäftigte Studenten und Schüler entsprechend der Dauer der Beschäftigung und ihrer wöchentlichen Arbeitszeit wie Arbeitnehmer berücksichtigt. Praktikanten sind Auszubildenden gleichgestellt und werden bei der Feststellung der Teilnahme ausdrücklich ausgenommen.

Beiträge sind dagegen für Studenten, Schüler und Praktikanten zu entrichten

Insolvenzsicherung

Bei den Beiträgen zur Insolvenzversicherung gelten für beschäftigte Studenten, Praktikanten oder Schüler keine besonderen Regelungen. Beiträge sind wie bei Arbeitnehmern zu entrichten.

Weitere Informationen zu den Themen:

Stand 1.1.2019 

Marginalinhalt

Kostenfreie Hotline

AOK-Service-Telefon
0800 226 5354 (kostenfrei)

Krankengeld – Hotline
0800 226 5721 (kostenfrei)