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Beim Betriebssport versichert?

Teilnehmer von Betriebssportaktivitäten stehen unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Allerdings gibt es in Einzelfällen Einschränkungen.

Das Bundessozialgericht (BSG) hat in seiner laufenden Rechtsprechung bestimmte Grundsätze zum Unfallversicherungsschutz beim Betriebssport aufgestellt. Insgesamt müssen demnach für die Anerkennung als Betriebssport fünf Kriterien erfüllt sein, damit ein vollständiger Versicherungsschutz bei eventuellen Unfällen gewährt werden kann:

1. Ausgleichscharakter

Die sportlichen Aktivitäten müssen dem Ausgleich für körperliche, geistige oder nervliche Belastungen im Zusammenhang mit der Arbeit dienen. Laut Bundessozialgericht trifft dies grundsätzlich auf alle Sportarten mit körperlichem Einsatz zu. Nicht versichert ist jedoch die Teilnahme an sportlichen Veranstaltungen, bei denen der Wettkampfcharakter im Vordergrund steht. Dazu gehören neuerdings auch bisher versicherte Wettkämpfe zwischen Betriebssportgemeinschaften.

2. Regelmäßigkeit

Die sportlichen Aktivitäten müssen mindestens einmal im Monat stattfinden und die Mitarbeiter ebenso regelmäßig daran teilnehmen.

3. Betriebszugehöriger Teilnehmerkreis

Der Teilnehmerkreis muss sich im Wesentlichen auf Angehörige des Unternehmens beschränken. Die Voraussetzung ist zudem erfüllt, wenn sich mehrere Betriebe zu einer Betriebs­sport­gemein­schaft zusammengeschlossen haben. Allerdings muss die fragliche Betriebssportaktivität vom Grundsatz her auch allen Betriebsangehörigen offen stehen. Daher erfüllt zum Beispiel ein Fußballspiel, zu dem von vornherein nur männliche Belegschaftsmitglieder eingeladen werden, dieses Kriterium nicht.

4. Zeitlicher Zusammenhang mit der Arbeit

Übungszeit und -dauer müssen im Zusammenhang mit der betrieblichen Tätigkeit stehen. Dies ist gewährleistet, wenn die sportliche Aktivität vor oder nach der Arbeitszeit oder während der Pausen stattfindet. Auch ein Samstagstermin zählt dazu, nicht jedoch ein mehrtägiger Ausflug mit sportlichen Aktivitäten.

5. Unternehmensbezogene Organisation

Der Sport muss unternehmensbezogen organisiert sein – etwa durch das Bereitstellen von Räumlichkeiten und Geräten oder das betriebliche Engagement des Übungsleiters. Auch die Wege zur Übungsstätte sind mitversichert; ein womöglich anschließendes geselliges Beisammensein ist dagegen reine Privatsache und daher nicht versichert.

Weitere Infos zum Thema Betriebssport und Versicherungsschutz bietet u. a. der Deutsche Betriebssportverband. Höchstrichterliche Urteile hierzu lassen sich über den Informationsdienst Rechtsprechung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) recherchieren.

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