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© Squaredpixels / iStockphoto

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Beiträge insgesamt: 2
Beiträge 1 bis 2
Themenbereiche: Jahresarbeitsentgelt
  • 1

Autor des Beitrags:

Ricardo Palm

erstellt am:

11.01.2019

Thema:

Überschreiten der Jahresarbeitsengeltgrenze im Lauf der Beschäftigung

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

Bei Überschreitung der JAEG im Laufe des Jahres durch Entgelterhöhung ist zur Feststellung der Versicherungsfreiheit zum Jahresende auch die Überschreitung der JAEG des Folgejahres zu prüfen. (keine neue Beschäftigung sondern Überschreiten der JAEG im Laufe der Beschäftigung)

 

Dabei wird das regelmäßige Jahresarbeitsentgelt durch Multiplikation des laufenden monatlichen Arbeitsentgeltanspruchs mit 12 und der Hinzurechnung der vereinbarten oder mit Sicherheit zu erwartenden Einmal- und Sonderzahlungen berechnet.

 

Unsere Frage:

 

Ein Arbeitnehmer ist im Jahr 2016 bisher versicherungspflichtig (da unter JAEG) und hat dann im laufenden Jahr 2016 durch eine Entgelterhöhung in 11/16 ein Entgelt von 4.798 € erhalten, sodass die JAEG für das Jahr 2016 erstmalig überschritten wird. Somit erfolgt eine Prüfung der Überschreitung der JAEG des Folgejahres(2017) zum Jahresende 2016. Das Entgelt von monatlich 4.798 € würde im vorliegenden Fall nicht zu einer Überschreitung der JAEG für das Jahr 2017 (57.600 €/Jahr bzw. 4.800 €/Monat) führen, sodass der Arbeitnehmer auch ab 01.01.2017 versicherungspflichtig bleiben würde.

 

Zum Zeitpunkt der Überprüfung steht jedoch bereits sicher fest, dass sich das Entgelt des Arbeitnehmers ab 01.01.2017 auf 5.050 € monatlich erhöhen wird. Dieses monatliche Arbeitsentgelt würde zu einer deutlichen Überschreitung der JAEG für das Jahr 2017 führen. Hierzu nun meine Frage:

 

Tritt die Versicherungsfreiheit im vorliegenden Sachverhalt bereits ab 01.01.2017 oder erst ab dem 01.01.2018 ein?

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Autor des Beitrags:

Ihr Expertenteam

erstellt am:

11.01.2019

Thema:

Re: Überschreiten der Jahresarbeitsengeltgrenze im Lauf der Beschäftigung

Guten Tag,

 

für Arbeitnehmer ist die Krankenversicherungspflicht und damit das regelmäßige Jahresarbeitsentgelt (JAE) jeweils zu Beginn des Beschäftigungsverhältnisses und zu Beginn jeden Kalenderjahres sowie bei jeder dauerhaften Änderung des Arbeitsentgelts in vorausschauender Weise zu prüfen. Eine rückwirkende Berechnung, Überprüfung und ggf. Korrektur erfolgt grundsätzlich nicht. Erhöhungen und auch Absenkungen des Arbeitsentgelts werden von dem Zeitpunkt an berücksichtigt, wenn sie arbeitsrechtlich feststehen und wirksam werden.

 

Besteht für den Arbeitnehmer zunächst Versicherungspflicht, weil die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) nicht überschritten wird, endet diese – im Falle der Entgelterhöhung – mit Ablauf des Kalenderjahres

des Überschreitens, vorausgesetzt, dass das regelmäßige JAE auch die vom Beginn des nächsten Kalenderjahres an geltende Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) übersteigt.

 

Da in Ihrem Fall mit der Entgelterhöhung in 11/2016 zunächst die JAEG 2016 und anschließend mit der Entgelterhöhung in 01/2017 die JAEG 2017 überschritten wurde, ist ein Ausscheiden aus der Versicherungspflicht zum 01.01.2017 möglich. Relevant ist hierbei, wann der Anspruch auf das erhöhte Entgelt entstanden ist. War die Erhöhung z. B. durch einen Tarifabschluss zwar zum Jahreswechsel bekannt, wurde aber erst im Verlauf des Jahres 2017 rückwirkend zum 01.01.2017 rechtswirksam, kommt Versicherungsfreiheit frühestens zum 01.01.2018 in Betracht, wenn auch die neu geltende JAEG überschritten wurde.

 

Für eine rechtsverbindliche Beurteilung wenden Sie sich bitte mit den vollständigen Unterlagen an die zuständige Krankenkasse des Arbeitnehmers.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr Expertenteam

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