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© Squaredpixels / iStockphoto

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Beiträge insgesamt: 2
Beiträge 1 bis 2
Themenbereiche: Entgeltfortzahlungsversicherung
  • 1

Autor des Beitrags:

Jutta G.

erstellt am:

15.05.2019

Thema:

Arbeiten trotz Krankschreibung

Ein Mitarbeiter hat eine AU-Bescheinigung vom 9.5. bis zum 17.5. vorgelegt. Am 15.5. kommt er wieder zur Beschäftigungsstelle, da er sich arbeitsfähig fühlt. Muss er eine "Gesundschreibung" seines Arztes vorlegen? Was würde passieren, wenn er sich ab dem 15.5. im Betrieb oder auf dem Weg dahin verletzt? Ist er trotzdem versichert, obwohl er ja eigentlich "krank geschrieben" ist?

Autor des Beitrags:

Ihr Expertenteam

erstellt am:

15.05.2019

Thema:

Re: Arbeiten trotz Krankschreibung

Guten Tag,

 

Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn der Versicherte aufgrund von Krankheit seine zuletzt vor der Arbeitsunfähigkeit ausgeübte Tätigkeit nicht mehr oder nur unter der Gefahr der Verschlimmerung der Erkrankung ausführen kann. Legt der Arbeitnehmer ein die Arbeitsunfähigkeit bescheinigendes Attest vor, so begründet dieses in der Regel den Beweis für die Tatsache der Arbeitsunfähigkeit. Der Arzt bescheinigt lediglich die voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit. Eine volle Ausschöpfung dieses Zeitraums ist nicht zwingend erforderlich.

 

Allerdings muss der Arbeitnehmer sich dazu nicht „gesundschreiben“ lassen, eine „Gesundschreibung“ ist im deutschen Gesundheitssystem nicht vorgesehen.

 

Der Arbeitnehmer erhält trotz vorzeitiger Aufnahme der Arbeit weiterhin seinen vollen Versicherungsschutz in der Krankenversicherung. Die vorzeitige Aufnahme der Arbeit setzt das Einverständnis des jeweiligen Mitarbeiters und seine Freiwilligkeit voraus. Ab dem Zeitpunkt der Arbeitsaufnahme liegt demzufolge grundsätzlich keine Arbeitsunfähigkeit mehr vor.

 

Neben den o. g. krankenversicherungsrechtlichen Aspekten, sollte der Arbeitgeber aber auch dringend die arbeitsrechtlichen und ggf. zivilrechtlichen Folgen einer Beschäftigung des Arbeitnehmers trotz bestehender Arbeitsunfähigkeit im jeweiligen Einzelfall bedenken. Hierzu gibt es diverse Urteile.

Wir bitten jedoch um Verständnis, dass wir grundsätzlich nur zu den sozialversicherungsrechtlichen Aspekten Informationen geben können.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr Expertenteam

 

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